Wie Heidi Behringer auf Anfrage mitteilte, musste sie wegen des Coronavirus alle Kutsch- und Planwagenfahrten absagen. Auch die übrigen Aktivitäten, wie zum Beispiel die Lebenshilfe-Freizeit und die wöchentlichen Mit-Mach-Tage, die in Gruppen bis zu 25 Personen stattfinden, mussten aufgrund der Corona-Verordnung der Regierung Baden-Württemberg ausfallen.

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Die Verordnung legt fest, dass die Durchführung außerunterrichtlicher und anderer schulischer Veranstaltungen untersagt ist. Das bedeutet, dass keine LOB-Besuche (Lernort Bauernhof) von Schulklassen oder anderen Gruppen auf LOB-Betrieben durchgeführt werden dürfen. Alle Gruppenangebote mit Kindern wurden gestrichen. Darunter fallen auch tiergestützte Therapien mit behinderten Kindern. Ebenso findet die Tierpatenschaft nicht statt. Besonders gefreut hat sie sich darüber, dass zum Beispiel eine Schulklasse, die für diesen Monat gebucht hatte, ihre Planung in den Herbst verschoben hat.

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Der Behringer-Hof beschäftigt insgesamt drei Personen, davon eine Person im Büro. Diese ist zunächst 14 Tage in Urlaub gegangen. Die weiteren zwei Mitarbeiter arbeiten auf dem Hof mit und beachten die Corona-Regeln.

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Die zehn Pferde, die zum Teil auch für Therapiezwecke zur Verfügung stehen, sowie die Ziegen, Hühner und andere Kleintiere, müssen täglich mit Futter versorgt und die Stallungen sauber gehalten werden. Die Kosten für die zehn Pferde und andere laufende Kosten fallen auch ohne Kutschfahrten und Veranstaltungen an. Die beantragte und bereits ausgezahlte Unterstützung für Kleinunternehmen hilft dem Betrieb zunächst. Für die schnelle Hilfe vom Staat ist sie sehr dankbar.

Mehr Zeit für die Familie

Wie Heidi Behringer erklärte, sieht sie neben den finanziellen Verlusten, die die Corona-Krise mit sich bringt, auch Positives. Unter anderem schätzt sie es sehr, wieder mehr Zeit mit der Familie zu verbringen: „Ich bin froh, einmal aus dem Hamsterrad, das durch den ausgefüllten Terminkalender entsteht, aussteigen zu können.“

Sie wird auch nach den Corona-Zeiten darauf achten, dass die Familie und sie selbst, neben dem Behringer-Hof nicht zu kurz kommen. Sie hofft, dass es bald zu den in Aussicht gestellten Lockerungen kommt und sie mit einigen Aktivitäten, wie zum Beispiel einem geplanten Kürbisprojekt mit der Murgtalschule, wieder beginnen kann. Bis dahin können Einzeltherapien nur nach telefonischer Absprache erfolgen.