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Die Murger Kita in der Mühle hat während eines Elternkaffees das FaireKita-Zertifikat erhalten. Es wurde ihr online im Rahmen einer Zoom-Konferenz verliehen. Das berichtet die Kita in einer Pressemitteilung.

Das Faire-Kita-Zertifkat Baden Württemberg wurde von Karin Wirnsberger vom Entwicklungs­pädagogischen Informations­zentrum (EPiZ) in Reutlingen an die katholische Kita in der Mühle übergeben. Auch dabei der Klimaschutzmanager der Gemeinde Murg, Frank Philipps, der bei der Online-Übertragung anwesend war. Nun gehört die Kita in der Mühle zu den über 50 Kitas in Baden-Württemberg, die Träger des Zertifikates sind.

Umfangreicher Kriterienkatalog zu erfüllen

Für die Einreichung und Prüfung, hatte die Kita einen Kriterienkatalog erfüllen und diverse Projekte zum Thema „Nachhaltigkeit“ nachweisen müssen. In der Mitteilung heißt es weiter: „Für unsere Kita war diese Berichterstattung kein großer Aufwand, da wir die Themen fairen Handel und Nachhaltigkeit von Beginn an konzeptionell verankert hatten und im Alltag mit unseren Kindern leben.“

Das FairKita-Zertifikat schmückt ab jetzt die „Besondere Wand“ der Kita In der Mühle.
Das FairKita-Zertifikat schmückt ab jetzt die „Besondere Wand“ der Kita In der Mühle. | Bild: Kindergarten In der Mühle

Innerhalb der Kita hätte sich bereits vor zwei Jahren ein „fair.nah.logisch“-Team gebildet. Die Ziele der Initiative unter der Schirmherrschaft der Erzdiözese Freiburg spiegeln die Auffassungen den FairenKita-Zertifikates wieder. Dieses Kleinteam sei für die Umsetzung innerhalb der Kita zuständig gewesen.

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Nachhaltigkeit müsse sich im täglichen Leben widerspiegeln, damit Kinder die bedeutsamen Zusammenhänge erleben und verstehen könnten. „Dafür ist es uns wichtig gewesen, dass wir als Kita einen eigenen Weg zur Nachhaltigkeit, mit unseren Zielen und Schwerpunkten in unseren Alltag einarbeiten“, heißt es weiter.

Das pädagogische Team habe bereits zum zweiten Mal nach der Eröffnung im Jahr 2020 ein Jahresthema entwickelt, in welchem monatlich diverse Schwerpunkte zum Thema Nachhaltigkeit gesetzt und von Kleingruppen ausgearbeitet wurden. Hierbei sei die Mischung der Fachkräfte vom Krippen- und Ü3-Bereich besonders wichtig gewesen, damit alle Kinder in der Kita in den einzelnen Projektmonaten teilhaben konnten und das Niveau altersentsprechend angepasst werden konnte. Zum Beispiel wurde einen Monat lang das Thema „Eine Banane geht auf Reisen“ bearbeitet.

Nachhaltigkeit soll für Kinder erlebbar und greifbar werden

Man sei als Kita ein zentraler Ort, an dem Nachhaltigkeit aktiv gelebt werde. „Wir zeigen keine Negativbeispiele.“ Man konfrontiere die Kinder nicht mit Dingen, die in der Welt falsch laufen. Vielmehr gehe es darum, den abstrakten Begriff Nachhaltigkeit für die Kinder erlebbar und greifbar zu machen und am besten mit einem guten Beispiel voranzugehen. Die Kita habe sich den Satz von Molière zu Herzen genommen: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“

Alle Mitarbeiterinnen seien sehr dankbar und stolz darauf, „dass unsere wertvolle pädagogische Arbeit anerkannt und gesehen wird“, sagte Leiterin Julia Lüthi. Bei einem fair gehandelten Kaffee während des Elternkaffees im Foyer dankte sie Karin Wirnsberger und Frank Philipps. Ein Dank, der sich aber auch an die pädagogischen Fachkräfte richtete. Ebenso erwähnte sie den Einsatz der Eltern und die Vernetzung im Dorf.