Auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens St. Hildegard soll neuer Wohnraum entstehen. Montagabend gab der Gemeinderat grünes Licht für die Vermarktung des knapp über 1500 Quadratmeter großen Grundstücks. Der Kaufpreis liegt bei 500.000 Euro. Das Bewerbungsverfahren für interessierte Investoren läuft vom 16. September bis zum 30. November.

Das könnte Sie auch interessieren

Schon im Dezember des vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat den Kaufpreis für das Grundstück auf 474.000 Euro festgelegt. Richtwert war der Grundstückspreis im neuen Baugebiet „Auf Leim“, der bei 270 Euro pro Quadratmeter liegt.

Zuzüglich der 60.000 Euro Abbruchkosten für das Gebäude und 27.000 Euro für die Stellplatzfläche nördlich des Kindergartengeländes ergibt sich in der Summe ein Kaufpreis von 500.000 Euro. Die 100 Quadratmeter große Stellplatzfläche war deshalb mit in den Verkauf einbezogen worden, weil auf diese Weise ein Grundstück geraden Zuschnitts entsteht, das besser zu überplanen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Potentielle Investoren für den Bau eines Mehrfamilienhauses können sich ab dem 16. September bewerben. Bereits jetzt sind Interessenten vorhanden. „Die Interessenten in der Interessentenliste erhalten die Angebotsaufforderung per Post“, heißt es in den Sitzungsunterlagen vom vergangenen Montag. Zusätzlich werden die Bewerbungsunterlagen im Amtsblatt der Gemeinde Murg und im Internet (www.murg.de) veröffentlicht.

Gemeinde macht Vorgaben

Die Bewerbung soll laut Vorgaben der Gemeinde Murg bereits eine Beschreibung des Bauvorhabens enthalten. Zu nennen sind unter anderem das Konzept, ob Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Mehrgenerationenhaus oder Mischformen, die Zielgruppe, Zahl und Lage der Wohnungen mit Barrierefreiheit, Grund und Geschossflächenzahl. Eine Tiefgarage wird von der Gemeinde Murg favorisiert, ist aber nicht Bedingung, ebenso nachhaltige Baustoffe und überdurchschnittlich gute energetische Standards.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Frist zur Abgabe einer Bewerbung endet zum 30. November. Anschließend würden die Bewerbungen zusammengestellt und dem Gemeinderat zur Vergabe vorgelegt, erläuterte Christian Kaiser von der Gemeindeverwaltung.

Bürgermeister Adrian Schmidle betonte: „Wir wollen keine hochpreisigen Wohnungen, sondern solche, die sich ein Normalverdiener leisten kann.“ Auf Rückfrage von Gemeinderätin Edith Becker (Freie Wähler), was unter Normalverdiener zu verstehen sein, verwies Adrian Schmidle auf die Einkommensgrenze von 55.000 Euro für zwei Personen im Rahmen der Wohnbauförderung.