Bei sieben Bürgern und Bürgerinnen stand am Sonntagnachmittag das Bänkle vor der Tür und lud zum "mit änand schwätze" ein. Es war Premierenzeit. Der Verein Lebendiges Oberhof hatte zu seinem ersten Oberhofer Bänklehock eingeladen. Die Konkurrenz an diesem Tag war groß. Gleich nebenan in Niederhof hatte der Bauernhof Kammerer sein großes Hoffest, und rund um Murg war auch allerhand los.

Trotzdem waren die Organisatoren am Ende zufrieden. "Keiner hat eine Völkerwanderung erwartet", meinte Ortsvorsteher Roland Baumgartner, der selbst auch die Runde von Bänkle zu Bänkle machte. Um zu schwätze, aber auch um zu sehen, wie es denn so lief. Für den Anfang ganz in Ordnung, so das Fazit der Beteiligten. Einige die zum Schwätze unterwegs waren, machten die ganze Runde, andere steuerten ganz gezielt bestimmte Bänkle an.

Alltag liefert eine Menge Themen

Sicher ist, zum Schwätze gab es immer was. Wenn man den nur will. Der Alltag liefert jede Menge Themen. Ob über den Bänklehock selbst, alte Zeiten, Kinder, Plastikmüll und vieles, vieles mehr. Jene, die eine Bank ansteuerten, fanden die Idee jedenfalls gut.

Heute wird ja nicht mehr so mit den Nachbarn geredet wie früher, war da zu hören. Oder: Für noch nicht alteingesessene Oberhofer, eine gute Gelegenheit andere kennenzulernen. Nicht wenige waren zuvor beim Hoffest in Niederhof und machten auf dem Rückweg noch bei einem Bänkle halt.