Eine ganze Reihe verdienter Gemeinderäte hatte sich anlässlich der Kommunalwahlen 2019 vom Murger Ratstisch verabschiedet. Einer von ihnen war Wolfgang Fürst von den Freien Wählern. 25 Jahre hatte Fürst die Geschicke der Gemeinde Murg mitgelenkt und wurde nun in Dank und Anerkennung mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Murg in Gold ausgezeichnet.

Zum ersten Termin im Juli, als mit der konstituierenden Sitzung der neuen Gemeinderäte gleichzeitig auch die scheidenden Räte verabschiedet wurde, war Wolfgang Fürst in den Bergen des Kaukasus unterwegs. So erreichte den langjährigen Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Fürst die gemeindliche Ehrung erst am Montagabend zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung vor dem Jahreswechsel.

Ein bisschen Wehmut sei schon dabei gewesen, als er heute ins Rathaus ging, meinte Fürst, der 1994 für die Freien Wähler zum ersten Mal in den Gemeinderat gewählt worden war. Bürgermeister Adrian Schmidle umriss weitere kommunalpolitische Stationen des Geehrten: Fürst war nicht nur viele Jahre Bürgermeisterstellvertreter, sondern auch Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, Mitglied in diversen Ausschüssen des Gemeinderats, war Mitglied des Gemeinsamen Ausschusses der Verwaltungsgemeinschaft Bad Säckingen und Vertreter der deutschen Seite in der Kommission Atomendlager Jura Ost. Während einer Legislaturperiode war Fürst außerdem für die Freien Wähler im Kreistag vertreten.

Bei den Kommunwahlen im Mai war Fürst auf eigenen Wunsch nicht mehr angetreten. „Es war eine schöne und interessante Zeit“, meinte Fürst. Aber in der letzten Zeit habe er dann bemerkt, dass er sich zu verschiedenen Themen immer wieder mal gefragt habe, warum etwas ändern, wenn es funktioniere. Dies sei für ihn der Moment gewesen, festzustellen: „Jetzt ist es besser, du räumst den Platz.“

Fürst weiter: „Gemeindepolitik ist nicht nur bewahren, sondern Entscheidungen für die Zukunft treffen.“ Fürst sprach von einer „schönen und interessanten Zeit“, in der er vielen Themen begegnete. Ein Thema, die unechte Teilortswahl, war auch ein Herzenswunsch, der ihm schon vor 25 Jahren zum ersten Mal begegnete. Bis zur tatsächlichen Abschaffung brauchte es dann aber über zwei Jahrzehnte. „Das ist ein Zeichen, dass die Gemeinde Murg zusammenwächst“, freut sich Wolfgang Fürst.

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Bürgermeister Adrian Schmidle dankte dem „sehr engagierten und kompeteten Kommunalpolitiker“ für seinen Einsatz mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Murg. Diesem Dank schloss sich Roland Baumgartner, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, mit einem Gutschein des Gewerbevereins Murg an. Fürst habe sehr gute Arbeit geleistet: „Wir haben nicht gerne gesehen, dass er aufgehört hat“, erklärte Baumgartner.