Blicken wir mal nach Murg rüber, dort erleben wir derzeit eine ziemliche Tragödie. Es soll nämlich eine legendäre Sozialeinrichtung, das Kinderheim Doll, geschlossen werden, weil die bauliche Ausstattung nicht mehr den aktuellen Vorschriften zum Betrieb einer solchen Einrichtung entspricht. Wobei ganz allein die Tatsache im Vordergrund steht, dass der Einrichtung das Geld zur Ertüchtigung der Baulichkeiten fehlt. Die Heimleitung hat zwar in alle Richtungen Hilferufe gesandt, doch die blieben wohl bislang ungehört Der Landrat soll sich nicht die Mühe gemacht haben, überhaupt nur zu antworten.

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Anders sieht es beim Zechenwihler Hotzenhaus aus, einer denkmalartigen Baulichkeit, in die von Murgern und anderen Unterstützern viel Herzblut und auch Geld investiert wird. Es fließen reichlich Fördermittel aus diversen Töpfen und man verkündet stolz wie viele hunderttausend Euro flüssig gemacht werden, um das Hotzenhaus statisch soweit zu ertüchtigen, dass man mit zweihundert Personen darin Feste feiern oder Vorträge halten kann. Wenn man diese zwei Institutionen bezüglich der finanziellen Aspekte so betrachtet bleibt mein armseliger Verstand auf der Strecke.

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Sicher kann man beide Einrichtungen nicht wirklich gegeneinander ausspielen oder aufrechnen. Dennoch zwickt da irgendwie was, oder? Vielleicht könnte man das dem Untergang geweihte Kinderheim Doll zum Museum oder zu einer wichtigen Stätte des Brauchtums erklären. Dann flössen sicher Fördermittel aus allen Ecken. Man darf sich nun freuen, dass dem Zechenwihler Hotzenhaus eine glänzende Zukunft beschert ist. Das Kinderhaus Doll jedoch hat wohl keine Zukunft mehr. Es flackert mein Licht.

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