Auf heftige Kritik stieß die Erhöhung der Eintrittspreise für das Naturerlebnisbad „Murhena“. Maßgeblich die Erhöhung für Rentner sowie für Kinder erregten den Unmut mehrere Sitzungsteilnehmer. Der Gemeinderat stimmte jedoch der Preiserhöhung mit zwölf Stimmen zu, bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Das Rechnungsamt erhofft sich dadurch Mehreinnahmen von 15.000 Euro.

Die neuen Eintrittspreise

Zuletzt waren die Eintrittspreise 2009 nach der Sanierung erhöht worden. Damals wurde die Ergänzungskarte mit Laufenburg eingeführt, die die Schwimmbadbesucher berechtigte, beide Bäder zu nutzen. Der Kostendeckungsgrad liegt zwischen elf und 19 Prozent. Nach zehn Jahren nun sollen die Preise in Murg und Laufenburg angehoben und in Hinblick auf die Ergänzungskarte einheitliche Tarife geschaffen werden.

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In Murg bedeutet dies eine Erhöhung von rund 20 Prozent für Einzeleintritte, Saisonkarten und Ergänzungskarten. Abgeschafft wurde die 30er Karte wegen zu geringer Nutzung. Festgehalten wird am Vorverkauf in den zwei Wochen vor den Osterferien mit zehn Prozent Ermäßigung auf Saisonkarten.

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Für Rentner ändert sich einiges. Diese hatten bisher in Laufenburg beim Einzeleintritt eine Vergünstigung, während in Murg die Rentner zu den Ermäßigten gerechnet wurden. Findige Rentner aus Laufenburg kauften deshalb ihre Saisonkarte im Vorverkauf in Murg und buchten die Ergänzungskarte dazu. Damit kamen sie mit 39 Euro für die Nutzung beider Schwimmbäder billiger weg, als wenn sie in Laufenburg für 50 Euro eine Saisonkarte nur für das dortige Schwimmbad gekauft hätten. Um diese Diskrepanzen zu vermeiden, beschlossen die Gemeinde Murg und die Stadt Laufenburg, die Rentner in allen Tarifen zu den Erwachsenen zu rechnen. Dies bedeutet für Rentner, die ihre Saisonkarte in Murg bezogen, eine Erhöhung um 100 Prozent.

Exorbitante Erhöhung

Bürgermeister Adrian Schmidle sagte, die Erhöhung schlage für Rentner ziemlich zu Buche, hielt aber fest, dass die Saisonkarte mit 60 Euro billiger werde, wenn man sie im Vorverkauf zehn Prozent billiger erwerbe. Vor allem, wenn man den Kartenpreis auf die rund fünf Monate Nutzungsdauer umlege, komme der Monat zwölf Euro zu stehen. Bereits in der Bürgerfragestunde kam durch Heinz-Jörg Küspert der Vorwurf, eine Eintrittspreiserhöhung um 100 Prozent für die Rentner sei eine „exorbitante Erhöhung“. Vor allem im Vergleich zu den übrigen Schwimmbadgruppierungen, für die die Preise im Schnitt um 20 Prozent steigen sollen, sei die Erhöhung nicht in Ordnung.

Die Vorzüge

Gemeinderat Georg Kirschbaum ist überzeugt: „Es ist eine moderate Anpassung für ein Top-Schwimmbad mit überregionalem Einzugsgebiet. Wenn der Sonderstatus für Rentner wegfällt, kostet es zwölf Euro pro Monat, das ist mehr als adäquat.“ Roland Baumgartner stimmte zu: „Das ist absolut erschwinglich. Und da Laufenburg vor uns entschieden hat, wäre es unschön, an Laufenburg zurückzuweisen.“ Sonja Sarmann störte sich an der Erhöhung für die Rentner und sprang für sie in die Bresche: „Es ist gut und recht mit Laufenburg zusammen, aber die könnten auch uns entgegenkommen.“ Klaus Bossert störte sich an der Erhöhung des Einzeleintritts für Kinder und Jugendliche, der von 1,50 auf zwei Euro und somit um 33 Prozent ansteigt, weil alle Beträge auf 50 Cent gerundet werden. Bürgermeister Adrian Schmidle sagte: „Ich hoffe, dass uns die Rentner die Stange halten und weiterhin wegen der einmaligen Lage kommen.“