„Obwohl alles immer globaler wird, wünsche ich mir, dass sich die Bevölkerung der eigenen Wurzeln, der eigenen Identität bewusst bleibt, was durch ihre Pflege des alemannischen Dialekts zum Ausdruck kommt. In dieser Hinsicht ist uns die Schweiz ein gutes Vorbild“, erklärte Bad Säckingens Bürgermeister Alexander Guhl bei der Hauptversammlung der Muettersproch-Gesellschaft, Gruppe Hochrhii-Hotzenwald. Zur großen Freude der 19 Mitglieder und Gäste, die sich im Café Heimelig in Hänner getroffen haben, war der Bürgermeister der Einladung gefolgt. Er lobte das Engagement der Gruppe für die Bewahrung und Pflege des alemannischen Dialekts.

Zuvor hatten die Gruppenleiterin Erika Hirtler und die Schriftführerin Johanna Waßmer in ihren Berichten einen Überblick über die Aktivitäten im vergangenen und kommenden Vereinsjahr gegeben. Sie erwähnten, dass die Gruppe Hochrhii mit 82 Mitgliedern ein rühriger Verein ist, sie sich allerdings mehr Engagement von jungen Bürgern wünschen.

Da sie ihre Berichte im Dialekt vortrugen, mussten die „Zugereisten“ ordentlich die Ohren spitzen, dass sie alles verstanden haben: Zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr zählte im April der Schulwettbewerb, der zusammen mit dem Verein Aktiver Hotzenwald veranstaltet wurde. An dem Wettbewerb machten drei Schulklassen mit, die Gemeindehalle Willaringen platzte dabei aus allen Nähten. Sieben weitere Veranstaltungen, in denen Alemannisch im Mittelpunkt stand, fanden in verschiedenen Lokalen in Bad Säckingen und im Hotzenwald statt.

Der Kassenbericht, den Kassierer Ingomar Preußler vortrug, schloss mit einem kleinen Minus ab. Aber der Verein sei nicht auf Gewinn aus, erklärte er. Die beiden Kassenprüfer Paula Vogt und Karl-Heinz Schoch bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung, weshalb die anwesenden Mitglieder sowohl den Kassierer als auch den Vorstand einstimmig entlasten konnten.

Für das neue Jahr sind wieder neun Veranstaltungen geplant, die vor allem im Gasthaus „Zum Viertele“ in Bad Säckingen stattfinden werden. Fünf davon sind im ersten Halbjahr geplant, dabei sind Georg Albiez, Erika Buhr und Marianne Höldin mit von der Partie. Am 6. September geht der Ausflug ins Sealife nach Konstanz. Am 4. Oktober lesen Johanna Waßmer und Erika Hirtler Gedichte vor und machen Sketche, natürlich alles in alemannischer Mundart, gefolgt von Geschichten aus dem Hotzenwald, die Rosa Jägle-Kern am 8. November zum Besten geben wird. Die nächste Hauptversammlung findet am 7. März 2018 im Gasthaus „Zum Viertele“ in Bad Säckingen statt.

Gruppe Hochrhii

Der Gruppe Hochrhii der Muettersproch-Gesellschaft gehören 82 Mitglieder aus Bad Säckingen, Murg, Laufenburg und dem Hotzenwald an. Regelmäßig trifft sich die Gruppe, um gemeinsam auch selbstverfasste Gedichte, Geschichten und Lieder auf Alemannisch zu lesen oder zu singen. Die Gruppenleiterin ist Erika Hirtler. Telefon 07761/87 24, per E-Mail (erika.hirtler@t-online.de).