Auf Einladung vom SPD-Ortsverein Murg besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter im Rahmen ihrer Sommertour den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Kammerer in Niederhof.

Dabei zollte die Abgeordnete während dem vom Eigentümer Erhard Kammerer geführten Rundgang der hier in die Tat umgesetzten Möglichkeiten eines breit aufgestellten Hofes größten Respekt. Nach dem durch den Autobahnbau 10 Hektar Fläche aufgegeben werden mussten, sei es notwendig gewesen, nach Alternativen Ausschau zu halten, um den Betrieb am Laufen zu halten, so Landwirt Kammerer. Die von ihm betriebene Kompostierungsanlage des Landkreises liefert den natürlichen Dünger für die eigenen Felder, ein weiteres Standbein ist die große Hackschnitzelanlage, Transportleistungen und großflächige Solaranlage sorgen in Zeiten rückläufiger Erträge aus der Landwirtschaft für zusätzliche finanzielle Absicherung.

In drei Ställen sorgen 6600 mit Mais, Weizen und Soja gefütterte Hennen für ein volles Eiersortiment. Während der übrige Betrieb als GbR zusammen mit dem Sohn geführt wird, führt Tochter Manuela den nach dem Umbau 2016 neu eröffneten Hofladen. Insgesamt vier Mitarbeiterinnen in Voll- oder Teilzeit sind hier beschäftigt. Rita Schwarzelühr-Sutter sah in dieser auf 200 Quadratmeter großen Verkaufsfläche heimischer und regionaler Produkte den richtige Weg in der Direktvermarktung qualitativ hochwertige Lebensmittel den Verbrauchern zur Verfügung zu stellen. „Hier zeigt sich die nachhaltige Entwicklung“, so Rita Schwarzelühr-Sutter, Für sie bringe dieser Schritt eine Sicherheit für die Zukunft und nächste Generationen.

Es zeige sich, dass vieles Machbar sei und zum Erfolg führen könne. Mit solchen Hofläden die auch Produkte von Berufskollegen anböten und vor allem saisonale Produkte anbieten, profitiere auch die Landbevölkerung.

Diskutiert wurden bei diesem Besuch aber auch ganz andere Themen wie die Rückführungsmöglichkeiten von Menschen aus sicheren Herkunftsländern. „Wer in Deutschland eine Ausbildung gemacht hat und dann möglicherweise mit finanzieller Starthilfe zurückgeht ist die beste Entwicklungshilfe“, so die Abgeordnete. Auch an der derzeitigen Situation in der Türkei kam die Diskussion nicht vorbei, bei der Rita Schwarzelühr-Sutter ganz deutlich von den hier lebenden Türken erwartet, zu ihrem Unmut darüber auch zu stehen. Schließlich machte sie auch die Notwendigkeit einer Verkehrswende deutlich, wobei der Einsatz von Elektroautos synchronisiert werden müsse mit erneuerbaren Energien, was viel Zuspruch der Diskussionsteilnehmer auslöste.