Der SV Blau-Weiss Murg war in seiner 100-Jährigen Geschichte sportliche Heimat für viele Generationen und von jeher hatte der Verein eine wichtige soziale und integrative Funktion. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägten Flüchtlinge aus dem Osten den wiedergegründeten Verein entscheidend mit, später ausländische Mitbürger. Ohne sie gäbe es den Verein in seiner Breite nicht.

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Der SV Blau-Weiss Murg ist heute ein moderner Verein mit großer Jugendabteilung, einer AH-Abteilung, einer Tischtennisabteilung und der Damenfreizeitgruppe. Dreh- und Angelpunkt der Sportler ist seit 1973 die neue Sportanlage Breitematt mit Clubheim. Der traditionelle Ferroplatz, der schon bald nach der Vereinsgründung in Betrieb genommen wurde, diente noch viele Jahre als Trainingsplatz. 1985 wurde in der Breitematt zusätzlich ein Tennenplatz eingerichtet, der 2014 einen Kunstrasen erhielt. Sportliches Aushängschild des SV Blau-Weiss Murg ist seit jeher die erste Mannschaft.

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Bis in die 70er Jahre spielte die Erste 22 Jahre lang ununterbrochen in der A-Klasse. Ende der 70er gelang für kurze Zeit der Aufstieg in die Bezirksliga. Nach einem Tiefpunkt Mitte der 90er spielte die Erste ab 2000 wieder in der Bezirksliga und erreichte 2004/2005 unter Trainer Roland Mutter sogar die Relegationsrunde zum Aufstieg in die Landesliga. Das war der größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte. Derzeit spielt die erste Mannschaft in der A-Klasse, die zweite Mannschaft in der B-Klasse.

Neun Jugendmannschaften

Schon immer hatte der SV Blau-Weiss Murg eine starke Jugendabteilung. 1990/91 stellte der Verein neun Jugendmannschaften, was einen absoluten Rekord im Bezirk Oberrhein darstellte. Zudem spielte Teams der A- und B-Junioren in den höchsten Staffeln. Seit zwei Jahrzehnten arbeiten der SV Blau-Weiss Murg und der SV Niederhof in Spielgemeinschaften zusammen. Zurzeit sind in der SG Murgtal die Teams der A- bis E-Junioren.

Trio als Vorstand

Präsident des SV Blau-Weiss Murg ist derzeit Armin Brutsche, den Vorsitz hat seit Februar diesen Jahres ein Trio: Christian Kaiser, Frank Mutter und Dietmar Zapf. Als sportliches Ziel gibt das Vorstandtrio für die Erste Mannschaft eine Verbesserung des vierten Platzes in der Kreisliga A vor. Bei den Reservermannschaften geht es darum, jüngere Spieler in die Teams zu bringen. Außerdem wünscht sich das Trio eine LED Flutlicht und einen Rasenroboter. Ein neues Clubheim wird es unter diesem Vorstandstrio nicht geben: „Das ist als Verein nicht zu stemmen.“ Der Fokus liegt mittelfristig auf Anbau und Sanierung.