Viel war von Vergangenheit die Rede, viel von Gegenwart und viel von Zukunft und noch mehr von der Bedeutung des Ehrenamts. Die Gastredner beim Festbankett anlässlich des 100-Jährigen Jubiläums des SV Blau-Weiss Murg würdigten alle gleichermaßen die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen, ohne die der Verein nicht existieren würde.

Der SV Blau-Weiss Murg hatte am Freitagabend in die Murgtalhalle geladen, wo die Gäste vor dem offiziellen Part des Abends schon einmal Gelegenheit hatten, mit einem Gläschen auf das Jubiläum des SV Blau-Weiss anzustoßen. Unter den Gratulanten war viel Prominenz aus der Lokalpolitik, waren Vertreter benachbarter Fußballvereine und natürlich die Mitglieder des SV Blau-Weiss mitsamt vieler Freunde und Gönner.

Mutter: „Wir steh‘n gut da“

Frank Mutter, zusammen mit Christian Kaiser und Dietmar Zapf einer der drei Vorsitzenden, begrüßte nach dem Apèro die Gäste offiziell und resümierte nach einem Rückblick: „Wir steh‘n gut da, sportlich und auch finanziell.“ Mit Blick in die Zukunft fragte Mutter: „Was ist und bleibt wichtig?“ Mutter antworte mit „sich Zeit nehmen“ für den Verein. Im Verein werde Fußball gelernt, während Erziehung Aufgabe des Elternhauses bleibe. „Wir brauchen jedes Mitglied. Wenn sich jeder einbringt wird es deutlich“, warb Mutter um die Unterstützung der Mitglieder auch in der Zukunft.

Die offiziellen Gratulanten hatten zum Jubiläum viele Geschenke mitgebracht. Auch die Ehrenbriefe des Südbadischen Fußballverbandes, des Badiaschen Sportbunds und die Plakette des Deutschen Fußballbundes, Im Bild von links Bezirksvorsitzender Uwe Sütterlin, die drei Blau-Weiss-Vorsitzenden Frank Mutter, Dietmar Zapf, Christian Kaiser und SFV-Präsident Thomas Schmidt.
Die offiziellen Gratulanten hatten zum Jubiläum viele Geschenke mitgebracht. Auch die Ehrenbriefe des Südbadischen Fußballverbandes, des Badiaschen Sportbunds und die Plakette des Deutschen Fußballbundes, Im Bild von links Bezirksvorsitzender Uwe Sütterlin, die drei Blau-Weiss-Vorsitzenden Frank Mutter, Dietmar Zapf, Christian Kaiser und SFV-Präsident Thomas Schmidt. | Bild: Brigitte Chymo

Bürgermeister Adrian Schmidle wie auch die Landtagsabgeordnete der CDU, Sabine Hartmann-Müller, würdigten ausdrücklich die ehrenamtliche Jugendarbeit. Schmidle meinte: „Wie viele Sozialarbeiter müssten wir einstellen, um die Arbeit der Ehrenamtlichen zu ersetzen.“ Hartmann-Müller: „Sie leisten einen Beitrag, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.“ Ein Fußballverein vermittle nicht nur sportliches, sondern auch soziales Verhalten, indem er die Jugendlichen aus ihrer digitalen Welt auf den Fußballplatz hole.

SFV-Präsident gratuliert

Thomas Schmidt, Präsident des Südbadischen Fußballverbandes, sagte: „Ohne gute Arbeit an der Basis, keine Spitze.“ Schmidt weiter: „Fußball in Deutschland ohne Ehrenamt ist nicht vorstellbar. Die Ehrenamtlichen sind das Rückgrat.“ Der Präsident appellierte, die Herausforderungen der schnelllebigen Zeit zu erkennen und betonte vor dem Hintergrund des Konkurrenzkampfes unter den Vereinen, wie wichtig es sei, guten Bedingungen auf den Sportanlagen und in den Sportheimen zu haben.

Die Grüße des SV 08 Laufenburg überbrachte dessen Vorsitzender Johann Scheible. Scheible, der gegen die Blauen schon in den 60ern im Tor des SV 08 gestanden hatte, erinnerte an viele Begegnungen und meinte: „Fußball lebt von der Rivalität und Emotionen. Aber bleiben wir fair. Ich finde, wir haben einen guten Draht zueinander!“

Nach der Pause am Buffet folgte die Ehrung von Mitgliedern des SV Blau-Weiss Murg, die bereits seit über 50 Jahren im Verein sind. Der Vorstand hatte dazu eigens die Ehrenordnung der Vereinssatzung überarbeitet und die Vereinsehrennadel in Platin eingeführt. Vorab gab es schon einmal die Urkunde, die Ehrennadel folgt der Mitgliederversammlung im Herbst.