An Ostern kann man sich traditionell auf Eiersuche begeben, aber man kann auch die ehemals heidnischen Fruchtbarkeitssymbole auf einem Löffel balancieren und sich dabei geschickt durch einen Parcours schlängeln. Beide Varianten sind eine gesellige Veranstaltung. Die Förderung der Dorfgemeinschaft ist das zentrale Anliegen des Oberhöfer Eierlaufes.

Geschick und Schnelligkeit waren gefragt beim Oberhofer Eierlauf.
Geschick und Schnelligkeit waren gefragt beim Oberhofer Eierlauf. | Bild: Michael Gottstein

Der Verein Lebendiges Oberhof (LeO) hatte damit eine ältere Tradition wieder zum Leben erweckt. War der erste Eierlauf vor zwei Jahren buchstäblich ins Wasser gefallen, lockten an diesem Ostermontag angenehme Temperaturen und freundliches Wetter zahlreiche Dorfbewohner auf den Platz vor der Ortsverwaltung.

Kleine Teilnehmer waren beim Oberhofer Eierlauf im Vorteil.
Kleine Teilnehmer waren beim Oberhofer Eierlauf im Vorteil. | Bild: Michael Gottstein

Dort hatte Sonja Eckert, die Vorsitzende des Sportvereins Gesund und Fit in Oberhof, einen Parcours gestaltet: Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Jeder Läufer musste mit einem Ei auf einem Löffel einen Hindernislauf absolvieren und dabei auch unter einer Stange durchhuschen, wobei die Kleinsten ihre natürlichen Vorteile voll ausspielten. Anschließend musste man das Ei möglichst unfallfrei dem nächsten Läufer übergeben. Vorsichtshalber kamen hartgekochte Eier zum Einsatz, damit die Wettkämpfer im Falle eines Falles das Ei aufheben konnten und der Rasen sauber blieb.

Die Starter ließen große Vorsicht walten.
Die Starter ließen große Vorsicht walten. | Bild: Michael Gottstein

Jeder Teilnehmer bekam ein kleines Geschenk, denn es ging nicht um sportliche Ambitionen, sondern um Geselligkeit und Spaß, den auch einige Erwachsene am Eierlauf hatte. Im Laufe des Nachmittags schauten rund 100 Gäste vorbei, pflegten den Austausch und ließen sich von den Helfern an der Kaffee-und-Kuchen-Theke verwöhnen.

Positives Fazit

Der Vereinsvorsitzende Jürgen Wittneben zeigte sich mit dem Eierlauf zufrieden: „Unser Verein unternimmt alles, um das Dorf lebendig zu erhalten und das bürgerschaftliche Engagement zu fördern, abgesehen von Musik, Sport oder Feuerwehrangelegenheiten.“ Dazu zählen Kleiderbörsen, das Suserfest im Herbst und der Bänklehock, der im September zum zweiten Mal stattfinden wird; außerdem betreibt er das Café „Miteinand“ in der Ortsverwaltung, wo sich am kommenden Freitag, 26. April, um 17 Uhr die Oberhöfer Kandidaten für den Ortschafts- und Murger Gemeinderat vorstellen.