„Es hat sich gelohnt“: Maximilian Rüttinger, Klimaschutzmanager der Gemeinde Murg, ist mehr als zufrieden mit dem Start der Energiekarawane in der Gemeinde Murg. Erste Station der Energiekarawane war der Ortsteil Hänner und über 70 Gebäudeeigentümer nutzten bis zu den Sommerferien die Möglichkeit des Gratisangebots einer qualifizierten und unabhängigen Energieberatung.

Mit einem derart positiven Rücklauf hatte der Klimaschutzmanager nicht unbedingt gerechnet. Denn mit diesem Ergebnis liegt Hänner über dem Bundesdurchschnitt jener Gemeinden, in denen ebenfalls eine Energiekarawane unterwegs war. Der Schnitt liege bei einem Viertel der Kontaktierten, in Hänner seien es aber ein Drittel, so Rüttinger. Über 200 Gebäudeeigentümer in Hänner waren kontaktiert worden, deren Gebäude vor 2002 erbaut und nicht mehr modernisiert worden war. Bei Interesse hatte sich aber auch jeder andere Gebäudeeigentümer melden können.

„Darauf lässt sich aufbauen“, kommentiert Rüttinger das Ergebnis. Besonders erfreulich war, dass sich 20 Prozent der Gebäudeeigentümer auf das Anschreiben der Gemeinde hin von sich aus meldeten. Bei den anderen wurde nachgehakt.

Eine Stunde lang dauerte der jeweilige Beratungstermin, in dem der Energieberater auf Möglichkeiten der Verbesserung hinwies und über mögliche Förderungen Auskunft gab.

Die Leute hätten jetzt eine Grundinformation, so der Klimaschutzmanager. Geplant ist, bis in einem Jahr nachzufragen, ob Energieschutzmaßnahmen durchgeführt worden seien. Aus Sicht des Klimaschutzes bestehe natürlich immer Bedarf, betont Rüttinger, verweist aber gleichzeitig auf die Kosten-Nutzen-Relation. „Wir gehen das realistisch an“, so Rüttinger mit Blick auf zu lange und damit unrentable Amortisationszeiten. Der Klimaschutzmanager betont auch: „Wir geben Empfehlungen ab, wir wollen nichts verkaufen.“

Noch diesen Herbst zieht die Energiekarawane weiter. Nächste Station ist in Oberhof. Die Auftaktveranstaltung findet Donnerstag, 27. September, statt. Projektzeitraum ist dann zwischen dem 1. Oktober und dem 14. Dezember. In 2019 folgen Niederhof und 2019/2020 Murg. Aufgrund der Größe des Kernorts wird das Projekt in Murg in zwei aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt. Nach dem erfolgreichen Start hofft Rüttinger, dass die Quote der Energieberatungen stabil bleibt und vielleicht sogar noch steigt.