Zu bedeutend weniger Einsätzen als im Vorjahr musste die Freiwillige Feuerwehr Hänner im vergangenen Jahr ausrücken. In Planung ist eine Zusammenlegung der Abteilungen Hänner und Oberhof, doch das dafür benötigte neue Feuerwehrgerätehaus Nord wird erst in etwa fünf Jahren zur Verfügung stehen.

Acht Einsätze hatte die Wehr im Jahr 2019 zu bewältigen, 2018 waren es doppelt so viele. Mehrmals musste sie nach Unwettern Bäume von den Straßen räumen. Der größte Einsatz war der Waldbrand in Murg in Richtung Harpolingen, wobei vor allem die Wasserförderung über eine große Strecke eine Herausforderung war. Auch ein brennender Adventskranz sorgte für einen Einsatz. Dabei kam auch die Wärmebildkamera zum Einsatz, um restliche glimmende Stellen auszuschließen. 22 reguläre Proben führte die Abteilung durch, einige davon gemeinsam der Abteilung Oberhof. Hinzu kamen Atemschutzgeräteproben, Sonderproben für Maschinisten, Kommandantenbesprechungen und vieles mehr. Auch mit sozialen Aktivitäten und Veranstaltungen wie Maibaumaufstellen und Brandschutzerziehung im Kindergarten brachte sich die Feuerwehr Hänner ins Dorfleben ein. Nicht zu vergessen sind die rund 42 Tonnen Schrott, welche die Mitglieder der Wehr sammelten und verkauften, allerdings zu bedeutend schlechteren Preisen als im Vorjahr.

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Abteilungskommandant Martin Huber ehrte zwei Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Hänner: Werner Schäuble für 50 Jahre und Sebastian Eckert für 15 Jahre. Er freute sich auch über zwei Neuzugänge. Die Abteilung zählt nun insgesamt 37 Mann, davon sind 22 Aktive und 15 Mann in der Altersmannschaft. Nicht eingerechnet sind dabei die vier Jugendlichen aus Hänner, die in der Jugendfeuerwehr Murg ausgebildet werden. Nicht gerade erfreut war Huber über den durchschnittlichen Probenbesuch von 63 Prozent: „Schön wäre es, wenn der Probenbesuch dieses Jahr wieder steigen würde.“ Ein besonderer Dank von Huber galt der Gemeinde. Das neue Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz soll in den nächsten Wochen eintreffen, wie auch neue Funkgeräte. Mit den neuen Einsatzgeräten braucht die Wehr auch einige Sonderproben, damit alles im Bedarfsfall optimal genutzt werden kann.

Bürgermeister Adrian Schmidle überbrachte ein „Riesendankeschön“ der Gemeinde: „Zum Glück gab es keine größeren Einsätze, aber wir sind froh, dass ihr für die Sicherheit der Bevölkerung einsteht.“ Allerdings teilte er mit, dass die Realisierung des neuen Feuerwehrgerätehauses noch etwa fünf Jahre dauere. „Doch wir wissen, dass wir Oberhof und Hänner zusammenlegen müssen, vor allem wegen der Tagbereitschaft“, sagte Schmidle. Gesamtkommandant Stefan Fräßle betonte: „Das Feuerwehrgerätehaus Nord werden wir brauchen, wegen Hygiene und Platzbedarf.“ Auch mangle es an Atemschutzgeräteträgern. Gedanken macht sich Fräßle auch über die aktuelle Situation: „Einige Wetterkapriolen hatten wir bereits und auch beim Corona-Virus weiß man nicht, ob wir involviert werden.“