Der heiße Sommer 2015 bescherte dem Murger Naturbad hohe Besucherzahlen. Insgesamt kamen 43 649 Gäste ins Murhena. Zum Vergleich: 2014 passierten 23 631 Badegäste das Kassenhäuschen. Bürgermeister Adrian Schmidle dankte anlässlich der Gemeinderatssitzung am Montagabend dem Team des Bades um Bademeister Wolfgang Büttner für den Dienst im „Murger Aushängeschild“.

Nicht ganz zufrieden war die Verwaltung 2015 mit dem Vorverkauf für Jahreskarten. Wegen des wechselhaften Wetters zum Jahresbeginn waren die Saisonkarten – trotz zehnprozentiger Ermäßigung – nicht wie erhofft nachgefragt. Dafür stieg jedoch die Zahl der verkauften Dutzendkarten. Insgesamt wurden 262 Saisonkarten verkauft, 119 davon im ermäßigten Vorverkauf. Einzeleintritte gab es im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viele.

Mit einer umfangreichen Statistik wartete am Montag Bademeister Wolfgang Büttner auf. Er hatte die Verbrauchszahlen in den Jahren 2014 und 2015 verglichen. Bei manchen Werten machen sich die Unterschiede bei den Besucherzahlen in den beiden Vergleichsjahren kaum, bei anderen stark bemerkbar. So stieg etwa der Wasserverbrauch im Sanitärbereich von 1300 Kubikmeter in 2014 auf über 2000 Kubikmeter in 2015. Der Gasverbrauch (Küche) erhöhte sich gar um 112 Prozent von 530 auf 1128 Kubikmeter. Erhöht habt sich angesichts der gestiegenen Zahl der Badegäste auch die Zahl der Arbeitsstunden der Bademeister, nämlich von 1178 auf 2196 und die Arbeitstunden an der Kasse (675/808 Stunden).

Angesichts der Rekordbesucherzahlen stellte Georg Kirschbaum (SPD) die Frage, ob noch „Luft nach oben“ sei. Von Büttner kam dazu ein eindeutiges Ja. Die Besucher verteilten sich schließlich über den ganzen Tag: „Das Bad ist nie komplett überfüllt.“ Wie Bauamtsleiter Wolfgang Vögtle auf Nachfrage von Gemeinderat Georg Kirchbaum vorrechnete, zählte das Bad vor dem Umbau jährlich unter 20 000 Badegäste.

Einen Rück- und Ausblick auf den Tourismus gab am Montag Tourismus-Sachbearbeiterin Christine Schmidle. Hier ging es auch um die zahlreichen Aktivitäten, die sich aus der Mitgliedschaft in der Werbegemeinschaft Ferienwelt Südschwarzwald ergeben. 1250 Euro musste Murg im vergangenen Jahr als Beitrag entrichten. Im Gegenzug profitiert Murg in vielfältiger Weise, etwa durch eine neue gemeinsame Imagebroschüre und einen neuen Flyer sowie Messeauftritte. Eine gute Entwicklung nahmen 2015 unter anderem auch die Einnahmen aus dem Wohnmobil-Stellplatz. Sie betrugen laut Christine Schmidle 19 780 Euro.

Die Zahl der Belegungsnächte stieg im Vergleich zu 2014 von 1594 auf 1978. Rund 4000 Gäste übernachteten auf dem Stellplatz. Wie Adrian Schmidle anmerkte, sorgten diese auch für Umsatz in den örtlichen Geschäften und in der Gastronomie. 441 Erwachsene und 405 Kinder nächtigten im vergangenen Jahr auf dem Naturzeltplatz bei Hochrhein-Kanu. Insgesamt, so kommentierte Bürgermeister Schmidle die Lage im Tourismus, habe Murg während der vergangenen Jahre sein Profil schärfen können. Murg habe seine kleine Nische gefunden.


Naturbad Murhena

Das Murger Naturbad Murhena zählte im vergangenen Jahr knapp 44 000 Badegäste. Das ist Rekord. Der Gemeinderat stimmte am Montag einem zehnprozentigem Nachlass für Saisonkarten 2016 im Vorverkauf bei der Gemeindekasse zu. Der Bauausschuss hat der Verwaltung die Genehmigung erteilt, die Arbeiten für die Sanierung der Holzdecks auszuschreiben.

Informationen im Internet:

www.murg.de