Der Neujahrsempfang der Narrenzunft Murg ist für die Narren eine liebgewonnene Tradition. Doch dieses Mal schien die fünfte Jahreszeit einfach nicht ganz so rund anzulaufen wie gewohnt. So musste der Empfang ohne Präsident Roland Ebner über die Bühne gehen, der krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte. Auch der Präsident der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte (VHN) konnte nicht kommen. So eröffnete der Vizepräsident der Narrenzunft MurgWolfgang Büttner den Empfang.

VHN-Narrentreffen war das Großereignis des vergangenen Jahres

Absoluter Höhepunkt des vergangenen Jahres war natürlich das VHN-Treffen, das in Murg über die Bühne ging. Sonne, ungefähr 20000 Menschen, ein rundum reibungsloser Ablauf – es sei eine "geniale" Veranstaltung gewesen, wie Büttner in der Rückschau festhielt. Dagegen war das Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft einer recht kurze Angelegenheit.

Nun stehen die Narren aber voll in den Startlöchern für die Fasnacht, die dieses Jahr erst am 14. Februar richtig beginnt. Dieses Jahr soll auf jeden Fall die Tradition des Hemdglunkiumzugs wieder stärker belebt werden. „Wir sind auf die Unterstützung der Bevölkerung angwiesen“, so Büttner. Narrengötti Mimi Brogli versprach, den Präsidenten bei seinen Bemühungen zu unterstützen.

Närrische Gäste mit humorvollen Präsenten

Rolf Meyer, Zunftmeister der benachbarten Narrenzunft Bad Säckingen, zeigte sich spitzzüngig und machte vor allem auf den Umstand aufmerksam, dass seit Jahren kein Murger mehr zum Narrengötti erkoren wurde. Mit Mimi Brogli wurde gar ein Repräsentant aus der Trompeterstadt in diese ehrenvolle Position gehoben.

Daher konnte sich die Bad Säckinger Abordnung nicht verkneifen, weitere Vorschläge für die nächsten Narrengöttis vorzubringen. Wie wäre es etwa mal mit Wallbachs Ortsvorsteher Fred Thelen oder dem Anwalt Günther Jöckel?

Die Laufenburger Narrenzunft brachte nicht nur Bier für Narrengötti Mimi mit, sondern ging auch auf die politische Entwicklung ein. Im Gepäck hatten die Narren extra ein Ortsschild, laut dem Murg einfach als Ortsteil an Laufenburg eingemeindet wird – damit Laufenburg weiter Anteil an einem Ärztehaus hat.

An etwas Praktisches für das Murger Narrennest dachte die Guggemusik aus Niederhof. Martin Fräse und Christine Metzger brachten Utensilien für das sanierte WC, geordnet und für jeden etwas dabei.

Spende an den Vinzentiusverein

Die Narrenzunft hatte aber auch den guten Zweck im Blick: Dem St. Vinzentiusverein wurde eine Spende von insgesamt 750 Euro übergeben. 250 Euro vom VHN, und die Narrenzunft Murg sammelten nochmals 500 Euro. Rechner Markus Karle und Beisitzerin Lioba Merkle nahmen diese Spenden entgegen.

Närrisches Jubiläum: Gustav Albiez ist bereits seit elf Jahren Passivmitglied der Narrenzunft Murg und wurde dafür geehrt.
Närrisches Jubiläum: Gustav Albiez ist bereits seit elf Jahren Passivmitglied der Narrenzunft Murg und wurde dafür geehrt. | Bild: Gabriele Rasenberger