Beeindruckender könnten Stimmen von so jungen Musiker kaum klingen: Höchster Musikgenuss wurde am Samstagabend im Café "Verkehrt" geboten. Die beiden Ausnahmetalente Luke Jackson und sein Freund William Thomas gaben dort ein Konzert. Das Publikum war von den beiden jungen Engländern mehr als begeistert. Immer wieder gab es nicht nur lang anhaltenden Applaus, sondern auch bewundernde Pfiffe und und lautre Bravo-Rufe.

Jackson war bereits das dritte Mal im Café zu hören und so mancher Gast an dem Abend outete sich als großer Fan des 23-Jährigen. Zahlreiche Lieder aus seinem neuen Live-Album "Solo, Duo, Trio", welches eine Zusammenfassung seiner besten Songs bietet, sang er mit viel Gefühl und Ausdruck. Er interpretierte aber auch Coversongs wie "Purple Rain" für das Publikum.

Begonnen hat das Konzert aber mit William Thomas, der gemeinsam mit Jackson auf der Tour 2018 durch England, Deutschland und Belgien zieht. Nur mit von seiner Gitarre begleitet, begann er zu singen, und es entstand sofort Gänsehaut-Feeling. Seine samtige aber doch tiefe und feste Stimme beeindruckte von Beginn an. Das Publikum blickte bewundernd auf die Bühne und der ein oder andere musste aufpassen, dass ihm der Mund dabei nicht offen stehen blieb.

Sechs seiner Lieder sang Thomas solo, das siebte zusammen mit Luke Jackson. "Das ist mein Lieblingslied und ich singe es wahnsinnig gerne mit meinem Freund", so Thomas. "Still Stumbling" war eine gefühlvolle Ballade, die perfekt zu den Stimmen der beiden Musiker passte. Nach der Pause trat Luke solo auf die Bühne und Thomas setzte sich zum Publikum an die Bar.

Mit einer Bandbreite seiner Blues- und Folkkompositionen zeigte Luke Jackson, was er kann. Der junge Engländer aus Canterbury erzählt in seinen Lieder seine Geschichten, die Höhen und Tiefen des Lebens aufzeigen. "Aunt Sally" handelt von einer alkohol- und drogensüchtige Frau, "Kansas" schildert die Eindrücke Jacksons während seiner USA-Tour.

Das mitreißende Konzert von Samstagabend wird wohl allen Zuhörern in Erinnerung bleiben. "Abartig gut", kommentierte ein Besucher – und damit war eigentlich alles gesagt.