Die Gemeinde Murg errichtet im Gewerbegebiet am Rhein eine Unterkunft für anerkannte Asylbewerber. Bis Ende Oktober soll das in Modulbauweise errichtete zweistöckige Gebäude bezugsfertig sein. Rund 70 Personen sollen hier einmal wohnen.

"Wir haben einen sehr engen Terminplan", sagt Stefan Kammerer, der Projektbeauftragte auf dem Murger Rathaus. Vertraglich vereinbart ist, dass das Gebäude bis 31. Oktober bezogen werden können muss. Ende März hat der Bau des Wohnheims begonnen. Die bis dahin in Containern im Gewerbegebiet untergebrachten Bewohner der Unterkunft wurden für die Zeit des Baus nach Laufenburg in die dort leerstehende Unterkunft Brunnenmatt verlegt. Sie sollen spätestens Ende Oktober nach Murg zurückkehren.

Mit dem Bau der Unterkunft ist die Zimmerei Brunner aus Untermettingen beauftragt. Inzwischen wurde die Bodenplatte für das Gebäude verlegt. Ab Mitte Juli sollen mit einem Schwerlastkran darauf die Wohnmodule installiert werden: Immer drei Boxen mit je 18 Quadratmetern Fläche bilden eine Wohneinheit, die zwei Räume sowie eine kleine Wohnküche und einen Sanitärbereich umfasst. Jede Wohneinheit soll etwa sechs Personen aufnehmen. Insgesamt sollen in der zweistöckigen Unterkunft rund 70 Personen leben. Jeder von ihnen stehen etwa 9 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Auch der Integrationsbeauftragte für Murg und Laufenburg, Ramzy Nassif, wird in der neuen Unterkunft ein Büro haben.

Bei den hier untergebrachten Personen handelt es sich um anerkannte Asylbewerber. Dieser Personenkreis finde auf dem ohnehin sehr angespannten Wohnungsmarkt am Hochrhein kaum eine bezahlbare Unterkunft, sagte Bürgermeister Adrian Schmidle unserer Zeitung. Deshalb habe sich die Gemeinde zur Errichtung der Unterkunft entschlossen, die inklusive Abbruch der alten Wohncontainer rund 2,5 Millionen Euro kosten soll. Die späteren Bewohner würden für ihre Unterkunft finanziell selbst aufkommen, betont Schmidle. "Das sind Leute in Lohn und Brot und die zahlen selbstverständlich auch Miete."