Mit viel Herzblut und ehrenamtlichen Engagement kümmern sich die Mitglieder des Fördervereins Zechenwihler Hotzenhaus um das denkmalgeschützte Gebäude in Niederhof. Dies wurde am Freitagabend mehr als deutlich. Zur Hauptversammlung wurde geladen und Vorstand Georg Kirschbaum führte die abgeschlossenen Arbeiten, sowie auch die kommenden ausführlich aus. Der Ökonomieteil des 270 Jahren alten Hauses wird saniert und die Projektvorarbeiten, wie zum Beispiel das Brandschutzkonzept, die geologische Baugrunduntersuchung, die 3D-Vermessung oder das Beleuchtungskonzept sind durchgeführt.

Viel wurde bereits in dem jungen Vereinsjahr am Hotzenhaus geschafft und so wurde eine Geländeabtragung vorgenommen, eine Strauchgruppe entfernt, ein Dach in Rotzel für Ersatzziegeln abgedeckt, die Absprachen mit dem Statiker und den Zimmermännern gemacht und vieles mehr. Der große Akt kommt aber erst noch, denn als Stabilisierung des Ökonomieteils soll eine dünne Stahlkonstruktion in das Haus eingebaut werden. „Es ist alles sehr professionell und wir bauen eine Ebene ein, auf der sich 200 Leute aufhalten können“. Bis Ende des Jahres sollen die Sanierungsarbeiten, unter der Leitung von Architekt Florian Rauch, abgeschlossen werden. „Der Umbau wird knapp 950 000 Euro kosten“, informiert Georg Kirschbaum. Zweidrittel hat der Verein durch Spenden bereits schon drin und freut sich sehr darüber. Ihre Anträge auf Fördermittel bei verschiedenen Instituten waren erfolgreich und so bekamen sie Zusagen über jeweils sechsstellige Zuschüsse von Denkmalamt, Denkmalstiftung und aus ELR-Mitteln. Auch die Gemeinde Murg hat ihnen einen Zuschuss von 100 000 Euro zugesagt und auch Spenden in Höhe von 100 000 Euro konnten sie auf ihrem Konto verbuchen. Der Verein selbst muss rund 200 000 Euro stämmen und macht dies mit Eigenleistung und einen Kredit.

Sehr arbeitsreich war ihr vergangenes Vereinsjahr und trotz der vielen Arbeit hat der Verein neben der Teilnahme an der Regio-Messe auch drei Hochzeiten im historischen Ambiente ausgerichtet und auch ihre beliebten Führungen durch das Haus fanden wieder statt. Auch beim Murger Kindersommer nehmen sie immer teil und ihre Weihnachtslesung hat schon Tradition. 2766 ehrenamtliche Stunden haben die Mitglieder geleistet und die Begeisterung zum Hotzenhaus ist ihnen ins Gesicht geschrieben. „Es war ein sehr intensives und erfolgreiches Jahr und wir freuen uns schon auf die tollen Begegnungen bei unseren Veranstaltungen“. Unermüdlich ist auch schon das nächste Projekt geplant, denn 2019 soll das Dach und die Fassade des Zechenwihler Hotzenhauses erneuert werden.

 

Das Hotzenhaus

Das Zechenwihler Hotzenhaus entstand 1748. Der Gemeinde Murg gelang es zusammen mit dem Förderverein, das Haus 2012 zu erwerben. Der Verein wurde bereits 2006 gegründet und er kümmert sich um den Erhalt und die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäude. Der Verein hat aktuell 191 Mitglieder, Vorstand ist Georg Kirschbaum.

Weitere Infos im Internet: www.zechenwihler-hotzenhaus.de