Immer wieder kamen Anregungen, aber auch Beschwerden aus der Murger Bevölkerung über den Zustand des alten Teils des Murger Friedhofs. „Der Friedhof ist in die Jahre gekommen“, musste auch Bürgermeister Adrian Schmidle zugeben. Was bereits 2011 mit den Planungsarbeiten begonnen hat, ist zum Ende des vergangenen Jahres mit der Sanierung des alten Teils des Murger Friedhofs beendet worden.

Vorstellung des Ergebnisses

Bürgermeister Schmidle und die Friedhofskommission haben jetzt das Ergebnis vorgestellt. Im Zuge der Sanierung ist auch ein „Sternenfeld“ eingerichtet worden, ein Platz auf dem früh- oder totgeborene Kinder beigesetzt werden und den Eltern einen Ort zum Trauern bieten. Um die Friedhofsplanung fachgerecht in die Hand zu nehmen, wurde bereits 2011 eine Friedhofskommission, unter der Leitung von Landschaftsplaner Thomas Gerspach, zusammengestellt. Mit einbezogen worden sind die katholische und evangelische Kirchengemeinde, Murger Bürger, Gemeinderäte sowie die Ortsvorsteher der drei Ortsteile.

Sanierung in mehreren Etappen

Bereits im Herbst 2017 hat die erste Etappe der Sanierungsarbeiten stattgefunden, im Sommer 2018 folgte die weitere. Ende 2018 waren dann alle Arbeiten abgeschlossen. „Unsere Arbeit hat damit begonnen, dass wir Analysen erstellt haben, unter anderem über die Grabarten“, erklärte der Landschaftsplaner Thomas Gerspach. Aber auch die Bestattungsformen bisher und in der Zukunft wurden mit einbezogen. Die Wege wurden eingefasst und zum Teil verbreitert oder neue Bäume gepflanzt. „Wir werden jetzt wieder verstärkt Bestattungen im alten Teil des Friedhofs vornehmen“, erklärt der Landschaftsplaner. Wobei die Urnenbestattungen mehr auf dem neuen Teil des Friedhofs und Familiengräber im alten Teil vollzogen werden.

Sternenfeld eingerichtet

Im Zuge der Sanierung ist eine neue Kindergrabstelle entstanden und nebenan das „Sternenfeld“. Bei dem Sternenfeld handelt es sich um eine eingefasste Rasenfläche mit einem kleinen Mandelbäumchen in der Mitte. Lediglich eine Steintafel mit einem Bibelspruch am äußeren Ende des Sternenfelds, weist darauf hin. „Auch wenn es auf dem Feld eigentlich nicht erlaubt ist, an den Stellen wo eine Bestattung stattgefunden hat, Blumen oder ähnliches abzulegen, wird es anfangs geduldet“, erklärt Bestatterin Gabriele Döbele-Kreutz, ebenfalls Mitglied in der Friedhofskommission und Murger Gemeinderätin.

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Das gleiche gilt auch für das neu eingerichtete anonyme Grabfeld. Um die Ablage Erinnerungsstücke zu konzentrieren, sind neben dem Feld Betonplatten eingelassen, wo die Blumen oder Grabgestecke abgelegt werden können. Gleichzeitig ist auch das Eingangstor zum Friedhof von der Sparkasse her, verbreitert worden, sowie der Platz vor der Friedhofskapelle. „Bei großen Beerdigungen kommen die Autos besser durch das Tor“, so der Bürgermeister. Die Friedhofskapelle hat innen und außen einen neuen Anstrich erhalten. Insgesamt 200 000 Euro sind in die Sanierung des Friedhofs geflossen, wobei auch die Friedhöfe in den Ortsteilen in den Arbeiten berücksichtigt worden sind. Unter anderem ist das Dach der Friedhofskapelle in Niederhof saniert worden.