Die drei Musiker Jonas Kalnbach, Jonas Vohmann und Jonas Martin, die mit ihrem Rocktrio „Noisepollution“ schon jahrelang unterwegs waren, beschlossen nach David Bowies Tod, ihre bereits seit 2015 bestehende Idee eines David Bowies Tributes zu realisieren. Mit befreundeten Musikerkollegen wurde 2016 die Bowie-Band geschaffen, die Premiere im November 2016 wurde ein voller Erfolg.

Das Publikum war hin und weg – es wurde getanzt und mancher erinnerte sich an Konzerte von David Bowie, die er früher besucht hatte.
Das Publikum war hin und weg – es wurde getanzt und mancher erinnerte sich an Konzerte von David Bowie, die er früher besucht hatte. | Bild: Irmgard Kaiser

Veranstalter Peter Maier freute sich deshalb, dass die Band nach ihrem Erfolgsauftritt vor einem Jahr im Café Verkehrt wieder hier auftreten wollte. „Man sieht, dass es professionelle Musiker sind, alle studieren Musik. Man hört nicht oft Musik mit so vielen Gesichtern!“ Und der Erfolg des von gut 80 Besuchern frequentierten Konzertes gab ihm Recht. Das Publikum mit breitgestreutem Altersspektrum war hin und weg. Jung und dynamisch, mit Action auf der Bühne, verstanden es die Musiker, einerseits die Stimmung zum Kochen zu bringen, aber andererseits auch leisere, besinnlichere Weisen kamen zum Zuge, denn auch Balladen waren im Programm.

Sie studieren Musik und treten sehr professionell auf – ein hörenswertes Konzerterlebnis bot "Heroes – David-Bowie-Tribute" im Cafe Verkehrt.
Sie studieren Musik und treten sehr professionell auf – ein hörenswertes Konzerterlebnis bot "Heroes – David-Bowie-Tribute" im Cafe Verkehrt. | Bild: Irmgard Kaiser

Ein besonderer Höhepunkt war „Let’s dance“, da brodelten die Emotionen. Viele Gäste konnten die Beine nicht mehr ruhig halten und tanzten mit, teilweise sogar wie in Trance! Da schwelgte so mancher in Erinnerung an unvergessliche früher besuchte Konzerte des vielseitigen David Bowie, dessen Lebenswerk 26 Alben umfasst, in unterschiedlichsten Stilen, von Rock, Folk, Funk, Ambient oder Jazz. Die Auswahl, welche die junge Band daraus spielte, war gut gewählt.

Sänger Jonas Kalnbach fing das Publikum mit seiner Stimme ein.
Sänger Jonas Kalnbach fing das Publikum mit seiner Stimme ein. | Bild: Irmgard Kaiser

Doch es war nicht eine Imitation von Bowie, die geboten wurde, sondern die „Heroes“ gaben den Songs auch ihre persönliche Note. Sei es „Station to Station“, „Loving the Alien“, „Heroes“, „Diamond Dogs“ oder „Rebel Rebel“, jedes Stück war ein Ohrenschmaus – Musikgenuss pur. Sänger Jonas Kalnbach mit seinem dunkelroten Anzug begeisterte mit seiner Stimme in vielen Facetten. Ferdinand Reutter faszinierte durch seine Action am Keyboard, vor allem aber bei seinem Solo. Leo Enders verzauberte die Zuhörer mit den Klängen seiner Gitarre. Die langjährige Live-Erfahrung der Musiker, die professionelle Performance und das breitgefächerte Repertoire taten ein übriges, um das Konzert zu einem vollen Erfolg zu machen.