Murg Das Harmonika Orchester Murg bietet ein unterhaltsames Programm mit Rock und Pop

Das Harmonika-Orchester Murg zeigt sich vielseitig und anspruchsvoll. Beim Herbstkonzert spielen die Musiker mit Schlagzeugunterstützung Klassiker des Rock und Pop.

Ambitionierte Programme sind bei den Harmonika-Orchestern (HO) in der Region üblich, in Murg gab es am Samstag ganz in diesem Sinne einen vielbeachteten Rock- und Pop-Abend mit dem Akkordeon. Das HO Murg gestaltete sein Herbstkonzert im Stil der vorzugsweise amerikanischen Rock- und Popszene. Hier etwas zerrissene Jeans, da eine abwaschbare Tätowierung aufgetragen und viel Leder überhaupt – das Murger Orchester bot auch im mit dem Kleidungsstil etwas fürs Auge. Für den ausklingenden Abend spielte im Anschluss die Gruppe von Studierenden der Musikhochschule Freiburg, 1-2 Baum.

Die Murgtalhalle war gut besucht. Knapp 180 Besucher hatten sich auf den Weg zum Konzert gemacht. Nahezu alle Altersgruppen waren im Publikum vertreten. Schon im Vorfeld sind die fetzigen und mitreißenden Arrangements für das Akkordeon bekannt geworden. "Smoke on the Water" von Deep Purple oder "Narcotic" von Liquido boten auch den eher auf Volksmusik gepolten Gästen einen ansprechenden Musikgenuss.

Mit zum guten Verständnis für die Liedtexte, die Musikrichtung und die Entstehungsdetails beigetragen hat die souverän auftretende Conférencière Silke Hollatz. Obwohl nicht mehr in Murg wohnhaft, war es ihr dennoch wichtig, dabei zu sein. Das einstige Eigengewächs von den Akkordeonzöglingen präsentierte zu jedem Liedstück vorab eine passende Einführung. So konnte Dirigentin Martina Vitacca sich ganz auf ihren Part konzentrieren. Diesen erfüllte sie im Übrigen nicht am klassischen Dirigentenpult, sondern von der ersten Reihe aus.

Dieser Umstand zeigt unter anderem das Können des HO auf. Die Übung und die passgenauen Einsätze stimmten. Einzig bei den eher melodisch leiseren Stücken musste Vitacca kurze Anweisungen geben, den dominanten Bass etwas zurückfahren oder die dritte Stimme zu mehr forte anregen. Vierstimmig am Akkordeon mit Schlagzeug, Bass und Elektronium boten die Musiker das nötige Volumen für die zwölf Stücke. An zwei Zugaben kam das Orchester nicht vorbei. "Is it right" von Elaiza hat bereits beim deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest mit Akkordeon die Möglichkeiten des bisweilen verkannten Instruments gezeigt. Das Murger HO führte diesen Gedanken konsequent weiter. Beachtung gab es dafür von vielen faszinierten Gästen. Etwas Show war natürlich ebenso gewünscht. Zu Ozzy Osbournes "Dreamer" kamen die auf jedem Sitz versteckten Knicklichter zum Einsatz, die Stimmung sprang da vollends von der Bühne auf das Publikum über.

Die Ehrungen für verdiente Spieler und Mitwirkende werden an solchen Abenden gleich mit vorgenommen. Dietmar Fink, der Bezirksvorsitzende des Deutschen Harmonika-Verbands, ehrte Rosi Binkert für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft im Harmonika-Orchester Murg, Günter Jehle für 30 Jahre und Caterina Giardina für 20 Jahre. Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft sind Brigitte Adler und für 15 Jahre Marita Engelmann geehrt worden. Der Verein ehrte zudem Marianne Bächle, Dieter Benz, Herbert Flamm, Hans Keller, Krimhild Lütte, Marianne Maier, Beate Brotz und Annemarie Peter für 50 Jahre Passivmitgliedschaft, für 25 Jahre Heidrun Schulz, Sabine Schulz, Andrea Ullmann und Stefanie Cornu.

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