Cornelia Thienger, die in der Königsberger Straße in Murg wohnt, legt jedes Jahr 2000 Kilometer mit ihrem neuen Sieben-Gang Fahrrad, das sie sich vor fünf Jahren geleistet hat, zurück. Sie hat aus der Not eine Tugend gemacht: Obwohl sie einen Führerschein für das Auto besitzt, hat sie sowohl aus Kosten- als auch aus Umweltschutzgründen vor 20 Jahren ihr Auto verkauft und ist aufs Fahrrad umgestiegen.

Warum kein E-Bike?

Ihre kleine Erwerbsunfähigkeitsrente, die sie bezieht, hat ihr keine andere Wahl gelassen. Sie erledigt alle Besorgungen, ob Sommer oder Winter mit dem Rad. Außerdem macht sie regelmäßig Ausflüge nach Bad Säckingen, Laufenburg und Umgebung, und hält sich auf diese Weise fit. Ein E-Bike lehnt sie kategorisch ab, da mit E-Bikes viele Unfälle verursacht würden und es durch das notwendige Aufladen der Batterien, ebenfalls die Umwelt belastet. Sie hat sich ausgerechnet, dass sie mit ihrem Fahrrad allein bei einer Fahrt nach Bad Säckingen und zurück, gegenüber der Benutzung von Zug oder Bus, 4,80 Euro spart. Neben dem Fahrradfahren hat sie eine Jahreskarte für das Murger Schwimmbad, in dem sie beinahe täglich ihre Bahnen schwimmt und sich auch auf diese Weise fit hält.

Berufliche Stationen

Cornelia Thienger ist vor 57 Jahren in Detzeln bei Tiengen geboren und ist von Beruf Frisörin. Da sie eine Allergie auf die Färbemittel, die in diesem Beruf täglich verwendet werden hat, musste sie ihren Beruf, den sie geliebt hat, aufgeben. Von 1995 bis 1996 hat sie in Steißlingen am Bodensee eine Schlecker-Filiale geführt.

Weitere Freizeitbeschäftigungen

Sport, egal ob Fahrradfahren oder Schwimmen, geben Cornelia Thienger eine Menge. Auch Handarbeiten wie Häkeln und Nähen zählen zu ihren wichtigen Freizeitbeschäftigungen, die ihr helfen, die Anspannung des Alltags hinter sich zu lassen. Sie wohnt in einer Zwei-Zimmer-Wohnung in der Königsberger Straße, die sie gut im Schuss hält.

Sie empfiehlt allen Radfahrern, nur mit Helm unterwegs zu sein und dabei das Handy abzuschalten. Autofahrer sollten für Kurzstrecken lieber mal laufen oder das Fahrrad benutzen, denn das wäre billiger, viel gesünder und außerdem umweltschonend. Allerdings müsse sie, wenn sie mit dem Fahrrad allein unterwegs ist, die Abgase der Kurzstreckenfahrer einatmen, was sie nicht toll findet.