Zum vierten Mal zog es Singer und Songwriter Brian Chartrand mit einem Konzert an den Hochrhein und zum ersten Mal spielte er mit seinen Bandkollegen auf einer Veranstaltung der Hotzenwälder Kleinkunstbühne. Nachdem er bereits im Schlössle, im Rehmann-Museum und in der Pfarrscheuer Luttingen war, kam er am Freitagabend zusammen mit Toff Chuba an der Percussion und Lamar Gaines am Keyboard ins Café „Verkehrt“ und rockte das Publikum.

Wie bereits im Herbst 2017 im Rehmann-Museum nahmen die Musiker mit „Live from Laurel Canyon“ ihre Gäste mit auf eine Reise durch die amerikanische Folk-Rock Geschichte der 60er und 70er Jahre. Songs und Geschichten von den Eagles, Buffalo Springfield, James Tylor, The Mamas & Papas und vielen mehr wurden erzählt. All diese lebten und wirkten im legendären Tal des Rock‘n Roll, dem Laurel Canyon in den Hollywood Hills. Eine Schlucht der Santa Monica Mountains und eine Wohngegend in Los Angeles, Kalifornien.

Besondere Beziehung zu Deutschland

Das Konzert war eine Hommage an das musikalische Erbe einer Vorstadt, wo in den 60er und 70er Jahren ein „Who is Who“ der Musik-Ikonen lebte und arbeitete. Brian Chartrand schaffte es, mit seinen Songs und Erzählungen über die Geschichte und die Verbindungen zwischen den Künstlern, ein lebendiges Bild zu zeichnen. Ein Jahr studierte Chartrand in Freiburg und so kam es auch, dass er immer wieder auch Sätze in Deutsch sprach. „Es freut mich sehr heute hier in Murg-Oberhof zu sein!“ Bei den Erzählungen zu den einzelnen Liedern fiel er immer wieder in seine Muttersprache Englisch, was alles aber sehr sympathisch machte.

Lieder über die Liebe, das Nichtstun am Strand oder wie man das Leben am besten genießen sollte, waren nur einige Themen. Dabei fehlte der Liebeskummer nicht und so gab es romantisch-melancholische Stücke genauso wie fröhlich-flotte. Nicht nur Chartrand begeisterte mit seiner Stimme das Publikum, sondern beeindruckten auch seine Bandkollegen Toff Chuba und Lamar Gaines mit ihren Instrumenten, die sie alle wie im Schlaf beherrschten. Es war eine erfrischende Mischung zwischen Westcoast und Folk Rock und das Publikum zeigte mit „Super!“-Rufen und langanhaltenden Applaus, wie faszinierend sie den Abend fanden.