"Nicht nur das Indische Springkraut zählt zu den Neophyten (nicht einheimische Problempflanzen) deren Ausbreitung man erkennen und bekämpfen muss" erklärte die Diplom-Biologin Dietlinde Köppler auf der Hauptversammlung von BUND, Ortsgruppe Murg-Laufenburg, die am Donnerstagabend im Café Heimelig in Hänner stattfand.

Zu den invasiven (gefährlichen) Pflanzen, die seit dem 15. Jahrhundert eingeführt wurden, zählen über 40 Arten. Davon sind die häufigsten das Indische Springkraut, der Japan-Knöterich, der Feinstrahl, der Riesen-Bärenklau, der Beifuß-Ambrosia und das Jakobs-Greiskraut (Jakobskreuzkraut). Die 15 anwesenden Mitglieder der 250 Mitglieder zählenden BUND Ortsgruppe Murg-Laufenburg, dankten Dietlinde Köppler, für die praktischen Ratschläge, wie man dessen Ausbreitung zumindest eindämmen kann. Zuvor hatten die drei Vorstandsmitglieder, Dagmar Vogt, Martina Matt und Peter Haußmann die anwesenden Mitglieder, unter denen sich Gemeinderat Georg Kirschbaum befand, begrüßt und in einem Jahresrückblick gegeben, wozu das Basteln mit der BUND-Kindergruppe mit der Waldpädagogin Cordula Maier ebenso gehörte, wie die Gedenkfeier "30 Jahre Tschernobyl" in Hohentengen die gleichzeitig einen Protest gegen die Nutzung der Atomkraft in der Schweiz, besonders im grenznahen Gebiet, einschloss.

Des Weiteren hat sich die Ortsgruppe für den Erhalt und die Pflege der alten Birnbäume in Binzgen eingesetzt. Georg Kirschbaum wünscht sich, dass die Straßenmeistereien die Wiesenränder der Kreisstraßen nur noch etwa zwei Meter breit, statt wie bisher zirka sechs Meter breit, abmähen und so den Wiesen Gelegenheit geben, zu blühen, um als Bienenweide zu dienen. Weitere Aktivitäten sind am 18. August um 16 Uhr mit Karl-Ulrich Mäntele am Andelsbach Parkplatz unter dem Thema: "Welcher Baum oder Strauch ist das?" beim Erlebnisprogramm Wald, geplant. Am 17. September findet der Naturparkmarkt an der Rudolf-Graber-Schule in Oberhof statt.

Martina Matt befürchtet, bei der Umsetzung der von der Stadt Laufenburg geplanten "Laufenburger Acht", zu starke Eingriffe in die Natur, wenn diese bei der Codman-Anlage direkt am Rhein entlang bis zum Kraftwerk, geführt werden soll. Für sie würde es genügen, wenn der Weg über den Westbahnhof und in Rhina durch den Eisenbahntunnel zum Kraftwerk führte, statt an der alten B 34 entlang.

Der Kassenbericht, den Dagmar Vogt vorlegte, weist einen kleinen Überschuss aus und wurde von den beiden Kassenprüfern, Alexander Dräger und Heide Krebser-Fögele für gut befunden, sodass die Kassiererin von den Mitgliedern einstimmig entlastet wurde.

BUND Murg-Laufenburg

Die Ortsgruppe zählt 250 Mitglieder. Sie wird von Dagmar Vogt, Martina Matt und Peter Haußmann geleitet, die die Orte Murg, Laufenburg und Rickenbach vertreten. Zu den Schwerpunkten zählt die Springkrautbekämpfung.

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