Ein Abschied und die Vorstellung der Kandidaten für den Kirchengemeinderat sind im Mittelpunkt der Gemeindeversammlung in der evangelischen Kirche in Murg gestanden. Aus ihrem Amt als Kirchenälteste wurde Jutta Bartusch verabschiedet, die in ihre Heimat zurückkehrt. „Du hast die Kirchengemeinde bereichert, bewahre Dir die guten und manchmal schweren Dinge“, verabschiedete Pfarrer Martin Rathgeber die Kirchenälteste. „Du warst ein echter Gewinn im Kirchengemeinderat, wir haben Dich gerne bei uns gehabt und lassen Dich ungern gehen“, bestätigte Kirchenältester Jörg Martin. Sie gehe ungern, erklärte Bartusch. Dem neuen Kirchengemeinderat wünsche sie viel Spaß an der Arbeit.

Acht Stimmen seien zu vergeben, erklärte Rathgeber die Wahl des Kirchengemeinderats. „Es ist wichtig, zu wählen, zu wissen, dass die Gemeinde hinter den einzelnen Kandidaten steht“, erinnerte der Pfarrer.

  • Als erste Kandidatin stellte sich Ilona Grüber vor. Sie sei 65 Jahre alt und wohne in Murg. Kirchenälteste sei sie seit 2001. „Ich war als Schulkind beim ersten Spatenstich für die evangelische Kirche dabei und fühle mich seither dieser Kirche verbunden“, erklärte Grüber. Neben dem Seniorencafé sei es ihr wichtig, für die ältere Generation da zu sein.
  • Renate Hundertmark, die nächste Kandidatin, lebt seit 2015 in Murg. Davor habe sie lange in Brasilien gelebt. „Murg habe ich damals im Internet gefunden“, sagt sie und schmunzelt. Sie und ihre Schwester hätten dort eine Wohnung gefunden, die ihnen gefallen hätte. Kirchenälteste sei sie seit 2015. Neben dem Frauenkreis engagiere sie sich im Vinzentiushaus Murg, wo sie zwei Gruppen betreue. „Ich habe viele Ideen und will mich weiter engagieren“, erklärte sie.
  • Für Jörg Martin wäre es die vierte Amtszeit. Er sei 54 Jahre alt und wohne in Murg. „Ich finde es wichtig, dass sich Pfarrer und Ehrenamtliche auf Augenhöhe begegnen“, sagte Martin.
  • Die evangelische Kirche sieht Eva Nübel als demokratischen Verein. Sie ist 54 Jahre alt und wohnt in Großherrischwand. „Sehr wichtig ist mir die Ökumene“, erklärte Nübel.
  • Zum dritten Mal zur Wiederwahl stellt sich Bärbel Steinmeier. „Mein Schwerpunkt ist der Lektorendienst.“ Sie sei langjähriges Mitglied in der Synode. „Ich bemühe mich, Entscheidungen der Kirchengemeinde mit offenen Augen zu begleiten“, erklärte sie.
  • Ulrike Trautwein aus Herrischried liegt der Standort Herrischried am Herzen. „Ich bin offen für alles, was kommt“, erklärte sie. Nicht anwesend sein konnten die weiteren zwei Kandidaten Claudia Rummler aus Niederhof und Klaus Bossert aus Murg.