Die ehemals eigenständigen Feuerwehrabteilungen Murg und Niederhof wurden 2009 zur Feuerwehrabteilung Murg-Niederhof zusammengelegt und sind seitdem fest zusammengewachsen. In diesem Sinne wird Abteilungskommandant Markus Döbele in Zukunft mit Jürgen Weniger nurmehr einen Stellvertreter haben. Bisher war Weniger von der ehemaligen Abteilung Niederhof zweiter Stellvertreter. Erster Stellvertreter war Andreas Lämmlin, ehemals Abteilung Murg, der nicht mehr zur Wahl antrat.

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„Wir schneiden alte Zöpfe ab“, kommentierte Abteilungskommandant Markus Döbele die neue Regelung und ließ weitere Zahlen und Fakten sprechen. Diese belegen, dass die damalige Zusammenlegung der Abteilungen zum Ausrückebereich Süd nicht nur Sinn machte, sondern sich auch die vielfach geäußerten Bedenken nicht bewahrheiteten.

Inzwischen werden keine getrennten Kassen mehr geführt, das Bündtenfest Niederhof wird gemeinsam ausgerichtet, der Fuhrpark hat sich verjüngt, die Mannschaftsstärke hat sich nicht verringert und mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus ist der Ausrückebereich Süd auf dem neuesten Stand der Technik. „Wir funktionieren miteinander. Ich bin stolz auf uns und Euch“, so Döbele.

Nach dem Jahr 2018, das eines der einsatzstärksten Jahre überhaupt war, verlief 2019 mit 48 Einsätzen für die Gesamtwehr etwas ruhiger. An den meisten dieser Einsätze war der Ausrückebereich Süd mehr oder weniger stark beteiligt. Zwölf der Einsätze waren Brandeinsätze, 36 Einsätze betrafen verschiedenste Hilfeleistungen wie technische Hilfeleistung bei Unfällen oder Brandwachen, aber auch Tierrettung.

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Zwei Menschen konnten aus akut lebensbedrohlichen Lagen gerettet werden. Zwei der Einsätze hatten es in sich. Zum einen im Mai in Niederhof, als bei einem Dachstuhlbrand das Durchzünden verhindert werden konnte, und dann im Juli ein Waldbrand Richtung Harpolingen, bei dem 6000 Quadratmeter Wald im Steilhang brannten. Zum Löschen mussten drei Kilometer Leitung verlegt werden. Auch die Nachbarwehren waren mit im Einsatz.

Bei einem weiteren Einsatz bekamen es die Feuerwehrkameraden mit Radioaktivität zu tun, die sich dann aber glücklicherweise als harmlos herausstellte. Es handelte sich um altes Material für Messgeräte.

Um für all diese Einsätze fit zu sein, absolvierten die Feuerwehrkameraden eine beachtliche Anzahl von Stunden von Einsätzen, Proben, Lehrgängen und sonstigen Anlässen, die sich am Ende auf eine Personalstundenanzahl von 9.167 Stunden addierte. Die entspricht durchschnittlich rund 17,4 Arbeitstagen pro Mitglied der Einsatzabteilung. Der durchschnittliche Probenbesuch im Jahr 2019 lag bei 64 Prozent. Bei jeder Probe anwesend waren Adrian Keller, Ralph Koppen, Thomas Koppen, Christoph Schmid, Gerwin Schüler, Sebastian Stöcklin und Philippe Wieser.

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Die Versammlung wählte neben dem stellvertretenden Abteilungskommandanten Jürgen Weniger für die nächsten fünf Jahre außerdem die Mannschaftsvertreter des Abteilungsausschusses. In geheimer Wahl wurden gewählt Christoph Traum, Manuel Polder, Christoph Schmid, Christian Döbele, Dominik Wiesler und Andreas Amsler.

Grußworte überbrachten unter anderem Ortsvorsteherin Edith Becker und Bürgermeister-Stellvertreter Georg Kirschbaum. Beide dankten für die vielen Stunden ehrenamtlichen Einsatzes. Kirschbaum merkte an, er glaube nicht, dass eine ehrenamtliche Führung der Feuerwehr wie bisher auf Dauer möglich sei. Becker bezeichnete die Jugendarbeit als vorbildlich. Abteilungskommandant Markus Döbele dankte seinerseits für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.