Die Gehwege entlang der Hauptstraße Lottstetten zwischen der Kreuzung Friedhofstraße bis zur Wettegasse werden im Zuge der Neuverlegung von Medienleitungen saniert und auch die Straßenbeleuchtung wird erneuert. In der jüngsten Gemeinderatssitzung debattierten die Gemeinderäte darüber, wie die Gehsteige künftig gestaltet werden sollten. Derzeit sind die Beläge in diesem Streckenabschnitt sehr unterschiedlich, teilweise mit Bitumenbelag ausgestattet, stellenweise mit Granitpflaster oder auch Porpyrpflaster gestaltet.

Gehwege künftig einheitlich

In einer der vorhergehenden Sitzungen beschloss der Gemeinderat bereits, dass die Gehwege künftig einheitlich mit Betonpflaster ausgestattet werden sollten. Aufgrund der gegebenen Situationen insbesondere in Höhe des Obsthofes Henes und des Restaurants Holzscheiter verwies Planungsingenieur Ralf Mülhaupt jedoch darauf, dass hier eine individuelle Lösung gesucht werden muss, um mögliche Probleme durch optische Irritationen aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Belägen zu vermeiden. Auch auf der anderen Straßenseite wurden Hof- und Einfahrtsbeläge teilweise bis zur Straßengrenze im Bereich des Gehweges verlegt.

Durchgehend mit Betonpflaster gestalten

Das Planungsbüro schlug vor, die gesamten Gehwege durchgehend mit Betonpflaster zu gestalten, die vorhandene Entwässerungsrinne jedoch in Natursteinpflaster zu belassen und auch mögliche Abgrenzungen zu den Privatgrundstücken mit Granitsteinen zu markieren. Der Gehweg signalisiert somit eine durchgängige Einheit mit einer Breite von 1,56 Meter.

Pflaster einfacher in der Handhabung

Hauke Schneider warf erneut die Frage in den Raum, ob eine durchgängige Bitumenschicht nicht einfacher und auch komfortabler für Rollstuhlfahrer oder für Kinderwagen wäre. Dem wurde jedoch aufgrund der bereits gefällten Entscheidung für ein Belag aus Betonpflaster widersprochen. Durch die Pflasterung sind nachträgliche Arbeiten an darunter verlegten Verkabelungen wesentlich einfacher zu bewerkstelligen.

Forderung nach klar erkennbaren Gehwegen

Thomas Güntert sprach sich dafür aus, die Gehwege auf beiden Straßenseiten gleichmäßig und durchgängig zu gestalten, losgelöst von den Belägen der privaten Flächen. „Der Durchgangsverkehr in Lottstetten nimmt stetig zu, wir brauchen klar erkennbare Gehwege, die für die Fußgänger auch zur Verfügung stehen und nicht anderweitig genutzt werden“, argumentierte Güntert. Stefan Rehm stellte den optischen Gesichtspunkt in den Fokus und hinterfragten den Materialmix, der insbesondere im Bereich Obsthof Henes entstehen könnte. „Hier sollten wir uns Gedanken zur innerörtliche Gestaltung machen“, betonte Rehm und Martin Russ ergänzte: „Wir sollten die betroffenen Anwohner und Grundstückseigentümer in die Entscheidung miteinbinden.“

Eigene Lösung für zwei Grundstücke

Der Gemeinderat entschied sich schließlich dafür, dass bis zum Anwesen Dörflinger ein durchgängiger Gehweg mit Betonpflaster auf beiden Straßenseiten realisiert werden soll, im Bereich Henes und Holzscheiter jedoch mit den Grundstückseigentümern nach einer einheitlichen und ansprechenden Gestaltungslösung gesucht werden soll.