Die Digitalisierung des Feuerwehrfunkes war und ist die brennendste Frage für die örtliche Freiwillige Feuerwehr. Umso erfreulicher war es für den Kommandant Thomas Kromer, dass er dem Gemeinderat nun eine aktuelle und beschlussfähige Lösung präsentieren konnte. “Derzeit gibt es deutschlandweit nur zwei Anbieter, die den Vorgaben und Kriterien des Landes entsprechen. Das schlüssigste Konzept stellte die Firma Meder aus Freiburg-Tiengen vor, die man sich zusammen mit den Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr aus Jestetten vorführen ließ“, erläuterte Thomas Kromer.

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Das bisher im Haushalt eingeplante Budget in Höhe von 10 000 Euro wird dafür nicht ausreichen. Die Mehrkosten in Höhe von 7000 Euro, werden hauptsächlich durch den Kauf von Bluetooth Funkgeräten verursacht, die in den Löschfahrzeugen und für den Einsatzleiter angeschafft werden sollen. Des Weiteren werden neue Antennen am Gerätehaus benötigt.

Das ärgert Thomas Kromer

Ärgerlich bleibt für Thomas Kromer, dass weiterhin die analoge Technik parallel zur neuen Digital-Funktechnik gefahren werden muss. “In Europa, ist Deutschland neben Albanien, das einzige Land, welches noch mit der analogen Technik operiert“, konnte sich der Kommandant, einen leicht süffisanten Unterton nicht verkneifen. Die Neuanschaffungen und Umbaumaßnahmen werden vom Land mit insgesamt 2400 Euro bezuschusst. Der Gemeinderat stimmte den Mehrkosten einstimmig zu.

Sanierung des Kläranlagengebäudes

Höhere Ausgaben entstehen auch bei der Sanierung des Kläranlagengebäudes. Die Architektin Annett Diemke und Bauhofleiter Stefan Uhl nahmen dazu Stellung. “Die komplette Holzfassade müsse erneuert werden, da diese auf Grund von Witterung und Schädlingen nicht mehr saniert werden können“, erläuterte die Architektin. Darüber hinaus wird ein bestehendes Nebengebäude, das bisher ohne Fundament stand, komplett neu aufgebaut werden. Das Hauptgebäude erhält eine neue Zwischendecke. Ebenfalls werden die Fenster und die Jalousien ausgetauscht.

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Eine energetische Sanierung hält Annett Diemke für nicht notwendig. “Dafür stehen die Kosten in keinem Rahmen zum Nutzen, da es sich um ein Betriebsgebäude handelt, welches nicht eine dauerhafte Arbeitsstätte ist“, führte sie aus. Die geplanten Ausgaben in Höhe von 85 000 Euro erhöhen sich dadurch auf 116 000 Euro. Zusätzlich wird auf dem Dach eine Photovoltaik Anlage installiert. Ein entsprechendes Angebot, und die dazugehörige Wirtschaftlichkeit Berechnung wurde von der Jestetter Firma Elektro Abend GmbH erstellt. Die Kosten in Höhe von 26 000 Euro werden sich nach circa sechs Jahren amortisieren, da der Eigenverbrauch in der Betriebsstätte sehr hoch ist. Der Gemeinderat stimmte diesen Vorhaben ebenfalls einstimmig zu. Der Umbau von Nebenräumen in einer Sportsbar, wurde mit einer Gegenstimme, sowie der Neubau der Neubau einer Lagerhalle für Pferdefutter, wurde ebenfalls der Segen erteilt. Da keine Fragen von den Bürgern gestellt wurden, konnte Bürgermeister Jürgen Link seine letzte Gemeinderatssitzung bereits nach einer knappen Stunde schließen. Die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung ist auf den 12. September terminiert.