„Einen besseren Vorsitzenden könnte sich unser Verein nicht vorstellen“, sagte Barbara Rapp, als sie Egon Manz beim Judoclub Lottstetten für seine 40-jährige Vereinszugehörigkeit ehrte. Für seine außerordentlichen Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Egon Manz ist seit 23 Jahren auch Vorsitzender.

Im Judoclub Lottstetten ist das jedoch nichts Ungewöhnliches. Heinz „Johnny“ Eppler ist seit 31 Jahren Schatzmeister, Eleonore Plappert seit 21 Jahren Schriftführerin und Barbara Rapp seit 17 Jahren stellvertretende Vorsitzende. Die Aktiven des Judoclubs sind wie eine große Familie. Wie jedes Jahr hielt ein kleiner illustrer Kreis die Hauptversammlung im Gasthaus „Kranz“ in Nack ab. Egon Manz zeichnete dabei den Trainer Gerhard Gaiser für 20-jährige Vereinstreue mit einer Urkunde aus und ehrte in Abwesenheit Melanie Jantke für 20 Jahre, Ingo Krickhahn für 15 Jahre sowie Cedric von Maikowski und Nico Günther für zehnjährige Vereinstreue.

Beliebter Anfängerkurs

Manz berichtete, dass im vergangenen Jahr 81 Trainingseinheiten abgehalten wurden und sich der Mitgliederstand auf 62 Personen erhöhte. „Johnny“ Eppler verlas den detaillierten Kassenbericht, in dem er einen kleinen Gewinn auswies. Trainer Christian Kaiser verkündete mit sichtlichem Stolz, dass eine zweite Anfängergruppe aufgemacht wurde, weil der Trainingsbestand von zwölf auf 19 Kinder angewachsen sei. Er erklärte, dass viele Kinder im Grundschulalter zum Schnuppern kommen, um für sich die richtige Sportart zu finden. Im kleinen Dojo sei es allerdings nicht möglich, alle gemeinsam zu trainieren. Kaiser merkte an, dass die Verweildauer der Jugendlichen zwischen drei und fünf Jahren beträgt. „Viele hören auf, weil sie eine weiterführende Schule besuchen, andere Interessen oder einfach keinen Bock mehr haben“, so Kaiser.

Trainer übernehmen spontan Vertretung

Die aktiven Judokas hätten einen großen Team- und Kampfgeist. „Die Kinder fragen nicht mehr, wann spielen wir, sondern wann kämpfen wir“, so Kaiser. Die zusätzliche Anfängergruppe wurde von Bernt Petersen übernommen, der bereits vier Jugendliche trainiert. Petersen gab bekannt, dass er sich im Februar einer Meniskusoperation unterziehen muss. Spontan sagten Christian Kaiser und Gerhard Gaiser zu, in dieser Zeit das Training zu übernehmen. In diesem Jahr plant der Judoclub wieder einen Familienausflug und jeden ersten Donnerstag im Monat trifft man sich zum geselligen Judohock.