Das Innocel-Quartier wird als Medizintechnik- und Pharmastandort ausgebaut. Die PharmaKorell GmbH und Pharmavertrieb Heinze GmbH bauen auf dem Areal am Imbachweg beidseitig der Georges-Köhler-Straße jeweils ein fünf- und ein dreistöckiges Gebäude, die bereits Anfang und im Sommer 2020 bezogen werden sollen. Die Gelände kauften sie von der Stadt. PharmaKorell zieht dann aus dem Innocel-Center aus. Die Verantwortlichen äußerten sich nicht zu den Investitionssummen.

Das Innocel-Quartier

Die zu überplanenden Flächen werden zurzeit als Parkplätze genutzt. Oberbürgermeister Jörg Lutz freute sich am Mittwoch bei der Vorstellung der Projekte im Innocel-Center auch darüber, dass bei der Planung eine verdichtete Bauweise gewählt wird. Er drückte aus, wie schwierig es für die Stadt ist, auf dem früheren KBC-Gelände Unternehmen aus den gewünschten Branchen zu finden: „Für die Entwicklung der Fläche braucht man nicht Jahre, sondern Jahrzehnte.“

In unmittelbarer Nachbarschaft der Bauflächen befinden sich das Untersuchungsinstitut Heppeler und eine Kita. 1998 hatte die Stadt rund vier Hektar – das entspricht mehr als fünf Fußballfeldern – mit einem Tauschvertrag vom Textildruck-Unternehmen KBC erworben, erinnerte Wirtschaftsförderin Marion Ziegler-Jung. Für die Flächen existiert Baurecht. PharmaKorell liegt die genehmigte Bauvoranfrage vor, Heinze der Bauantrag. Beiden Unternehmen ist gemein, dass sie erweitern wollen und mehr Platz benötigen.

Neubau PharmaKorell

Für PharmaKorell mit seinen Chemikern, Apothekern und Biologen mit Industrieerfahrung besteht laut Inhaber Ulrich Korell auch ohne Werbeaufwand kein Problem darin Aufträge zu bekommen. Der Firmengründer kündigte einen stetigen Wachstumskurs an. Zwei weitere Arbeitsstellen versucht er aktuell zu besetzen, eine weitere werde demnächst ausgeschrieben. 250 Quadratmeter in zehn Räumen werden nach seinem Auszug im Innocel-Center, wo er einst mit seinem Ein-Mann-Unternehmen in einem 30 Quadratmeter großen Büro begann, frei.

Im Neubau zwischen dem Verkehrskreisel und der alten Mühle plant das Büro Moser Architekten für Korell ein 18 Meter hohes Gebäude mit fünf Geschossen à 400 Quadratmeter Bürofläche ohne Unterkellerung mit rund 30 Stellplätzen. Das 1400-Quadratmeter-Baufenster werde durch den Bau voll ausgenutzt. „Vielleicht sind wir in zehn Jahren um einiges größer“, sagte Korell. „Daher planen wir etwas größer.“ Der Bauherr bezieht nur eine Etage selbst und will die anderen vermieten. Dabei sei eine sehr flexible Belegung zwischen 20 und 400 Quadratmeter möglich. Für einen Mieter sei bereits ein Stockwerk reserviert. Kleine Flächen würden sich für seine Kunden aus der Schweiz, die einen Rechtssitz in der Europäischen Union benötigen, eignen.

Neubau Heinze

Heinze stehen laut Geschäftsführerin Kirsten Heinze-Hastenteufel am aktuellen Firmensitz an der Mauerstraße 1000 Quadratmeter zur Verfügung. Der Neubau werde vom Büro Moser Architekten mit 2000 Quadratmeter Nutzfläche geplant, dem dreigeschossigen Bürogebäude ist ein der Georges-Köhler-Straße zugewandter Gebäudeteil für die Logistik vorgelagert. Ob dieser wie im Entwurf zu sehen dann wirklich in der Farbe grün gehalten sein wird, stellte sie in Frage. „Wir haben einen großen Bedarf für Kartonagenstauraum im Keller“, erläuterte Heinze-Hastenteufel. Außerdem sind zwei Kühlzellen geplant. ährlich würden Sendungen mit verschiedenen Produkten für etwa 80 000 Patienten in das Nachbarland Schweiz exportiert und für etwa 25 000 Patienten in Deutschland importiert.