Der Slow-up Basel-Dreiländereck müsse sich in Lörrach „vielleicht ein bisschen einspielen“, hat Oberbürgermeister Jörg Lutz bei der Vorstellung des Kurses am Dienstag gemutmaßt. Die Gelegenheit dazu bietet sich am Sonntag, 16. September.

Vergangenes Jahr lag Lörrach zum vierten Mal auf der Route der großen trinationalen Mobilitätsveranstaltung, bei der Straßen für den motorisierten Verkehr gesperrt werden, um sie Radfahrern, Inlineskatern und Fußgängern zugänglich zu machen. Da verlief der Kurs auf der Schleife mit Lörrach erstmals in die Innenstadt bis an die Stadtkirche. Die Stadtverwaltung verlegt ihn diesmal aufgrund der Baustelle in der Basler Straße und macht stattdessen den Campus Rosenfels zum Festplatz (siehe Info). Dort bewirtet die Singgemeinschaft Lörrach und die Stadtverwaltung informiert an einem Stand über ihre Angebote für Radverkehr und Radtourismus.

Lutz stellte die Route auf Lörracher Gemarkung mit Britta Staub-Abt, der Leiterin des städtischen Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz, und Wendel Hilti, dem Geschäftsführer des Slow-up Basel-Dreiland, vor. Er wird in einer Mitteilung der Stadt zwar zitiert: „Der Slow-up ist in Lörrach fest etabliert.“ Doch der Gemeinderat tat sich im November 2017 schwer mit der Bewilligung des jährlichen Zuschusses von 3000 Euro für den Slow-up, bis er sich einstimmig auf den Kompromiss einigte, diesen für zwei weitere Jahre zu gewähren. m Vorjahr seien wegen der Straßensperrungen „Anwohner richtig stinkig“ gewesen und „gingen unsere Mitarbeiter an“, erinnerte Lutz und warb um Verständnis.

Stellten die Lörracher Route vor: Britta Staub-Abt, Wendel Hilti (Mitte) und Oberbürgermeister Jörg Lutz.
Stellten die Lörracher Route vor: Britta Staub-Abt, Wendel Hilti (Mitte) und Oberbürgermeister Jörg Lutz. | Bild: Peter Gerigk

Aufgrund der frühzeitigen Information könne man sich darauf einstellen. Bekannt geworden ist Kritik von Anwohner aus dem Neumatt-Quartier in Stetten. „Ich würde es außerordentlich bedauern, wenn Lörrach sich ausklinken würde“, sagte Lutz. „Das ist eine einzigartige Gelegenheit mit dem Rad auf Straßen zu fahren, die an 364 Tagen des Jahres für Autos offen sind.“ Angesichts der Werbung für die Stadt sei ihr finanzieller Beitrag „eher überschaubar“. 40 000 bis 65 000 Teilnehmer zählt die größte Mobilitätsveranstaltung Europas, diesmal werden aufgrund der günstigen Wetterprognosen mit besonders vielen gerechnet, auch weil „Frankreich den Slow-up erst jetzt so richtig entdeckt“, wie Hilti feststellte. Die Route ist von 10 bis 17 Uhr im Einbahnverkehr entgegen der Uhrzeigerrichtung befahrbar. Die Straßen sind von 9 bis 18 Uhr gesperrt, wovon auch die Stadtbuslinien 6 und 7 betroffen sind.

Sie fahren die Haltestellen Damm- und Käppelestraße sowie Baumgartner- und Kreuzstraße nicht an. Die Stadt informiert Anwohner mit Flyern über die Beeinträchtigungen.