Ein Schwimmlehrer aus Baden-Baden, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, weil er in seinen Kursen Kinder missbraucht und gefilmt haben soll, soll auch Taten in Lörrach begangen haben. Wie die Staatsanwaltschaft Baden-Baden auf Anfrage bestätigte, besteht der Verdacht, dass er bei mindestens einem Schwimmkurs Mädchen missbraucht hat. Insgesamt wirft die Staatsanwaltschaft dem Schwimmlehrer vor, sich in 40 Fällen an 35 Kindern vergangen zu haben.

Wie viele Kinder genau in Lörrach betroffen sind, konnte Erster Staatsanwalt Michael Klose, Sprecher der Staatsanwaltschaft Baden-Baden, nicht sagen, da die Akte derzeit beim Oberlandesgericht Karlsruhe liegt, das eine Verlängerung der Untersuchungshaft prüft. Die Opfer seien ausschließlich Mädchen im Alter von fünf bis sieben Jahren gewesen. Der Mann habe die Kinder nicht nur gefilmt, es soll auch zu körperlichem Missbrauch gekommen sein.

Eltern der Kursteilnehmer wurden kontaktiert

Der Schwimmlehrer sitzt seit Ende September in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war er selbständig und gab Schwimmkurse in verschiedenen Orten, unter anderem in Achern und Baden-Baden. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens wurden die Eltern der Kinder kontaktiert, die an seinen Schwimmkursen teilgenommen hatten.

Dadurch konnten die 35 mutmaßlichen Opfer identifiziert und vernommen werden. Durch die aufwendigen Videovernehmungen der Kinder hätten sich die Ermittlungen gezogen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Er gehe aber davon aus, dass im April Anklage gegen den Verdächtigen erhoben werde.