Mit seiner Mischung aus regionalen wie überregionalen Bands hat das „Open Air“ des Alten Wasserwerks in den vergangenen vier Jahren viele Fans gewonnen. Auch in diesem Jahr kamen trotz strömenden Regens 500 Besucherinnen und Besucher jeden Alters, um das vielfältige und energiegeladene Festival zu erleben.

Die Stimmung auf dem Open Air beim Alten Wasserwerk war gut.
Die Stimmung auf dem Open Air beim Alten Wasserwerk war gut. | Bild: Ansgar Taschinski

Die Sonnenschirme und Sonnensegel sind aufgespannt, Kinder rennen mit Luftballons durch die Gegend und die meisten Erwachsenen haben es sich mit einem Getränk in der Hand auf den Stufen vor der Bühne bequem gemacht. Der gesamte Hof des Alten Wasserwerks hat sich für acht Stunden in ein Festivalgelände verwandelt.

Es gibt einen Grill, vegetarisches Essen und natürlich allerlei Getränke. Wenige Meter weiter werden Merchandising-Artikel der Bands verkauft und direkt daneben kann man sich aus einer Vielzahl von Vorlagen ein Airbrush-Tattoo auf die Haut sprühen lassen. Auch „Viva con agua“, die sich für sauberes Trinkwasser weltweit einsetzen, und Iuventa, die sich für die Seenotrettung von Flüchtlingen stark machen, sind mit Ständen vertreten. Einige Besucher haben es sich zudem in der Chillout-Area gemütlich gemacht, liegen im Liegestuhl und lassen die Füße in ein kleines aufblasbares Planschbecken hängen.

Auf der Bühne stehen die fünf Musikerinnen und Musiker der Schopfheimer Band „Don‘t kill the messenger“ und sorgen für Stimmung.

„Don‘t kill the messenger“: Die Schülerband aus Schopfheim begeisterte mit einer Mischung aus Rock und Blues.
„Don‘t kill the messenger“: Die Schülerband aus Schopfheim begeisterte mit einer Mischung aus Rock und Blues. | Bild: Ansgar Taschinski

So ein regionales Festival sei super wichtig, um Bühnenerfahrung zu sammeln, sagt Sängerin und Bassistin Valentina Zalbertus. Aber auch für alle anderen regionalen Bands sei es eine hervorragende Möglichkeit sich zu zeigen, so ihr Bandkollege Sergey Fedorov. Als Generalprobe für ihren Auftritt vor Jan Delay beim Stimmen-Festival wollen sie das Open Air aber nicht verstanden wissen. Das sei doch noch einmal etwas anderes vor einem so viel größeren Publikum aufzutreten, so Zalbertus.

Wie bereits in den vergangenen Jahren ist auch diesmal die musikalische Vielfalt wieder groß. Nach „Don‘t kill the messengers“ Mischung aus Rock und Blues geht es weiter mit Hip Hop von Melez Records. Die drei Jungs rappen auf der Bühne mit spaßvollen wie auch nachdenklichen Texten.

Melez Records rappen spaßvolle und auch nachdenkliche Texte.
Melez Records rappen spaßvolle und auch nachdenkliche Texte. | Bild: Ansgar Taschinski

Auf eine feiernde Fangemeinde können sich auch Ape Academy verlassen. Kaum hat der erste Song begonnen, tanzen bereits die ersten Festivalbesucher vor der Bühne. Während die drei Schopfheimer Bandmitglieder mit viel Energie auf der Bühne stehen und die Stimmung im Publikum anheizen, füllt sich auch die Tanzfläche immer mehr.

Bevor dann die überregionalen Bands 8Kids, NH3 und Mal Élevé am Abend die Bühne übernehmen, hat noch Thomas Damager einen kurzen Auftritt. Kaum hat er sein Set beendet, fängt es an zu regnen. Die Besucher flüchten unter die Schirme und warten auf das Ende des kurzen Hagelschauers. Auch während 8Kids auf der Bühne stehen, fängt es bald schon wieder an zu regnen, und es soll für den Rest des Open Airs auch nicht mehr aufhören. In Regenjacken, Ponchos oder auch ohne Regenschutz wird mit triefnassen Haaren vor der Bühne ausgelassen getanzt und gefeiert, während NH3 und Mal Élevé für Stimmung sorgen.