Lörrach – Die Bilanz des diesjährigen „Stimmen“-Festivals fällt für die Veranstalter positiv aus. „Stimmen“-Chef Markus Muffler ist mit der künstlerischen Seite sehr zufrieden. Auch die Besucherzahlen können sich sehen lassen. Insgesamt kamen 22¦000¦Zuhörer zu den 19¦Konzerten, was einer Auslastung von 64¦Prozent entspricht. „Stimmen“ werde auch künftig ein Festival bleiben, das musikalische Aspekte in den Mittelpunkt stelle und dabei neben bekannten Namen auch Raum für Entdeckungen bieten werde, versichert Markus Muffler in der Bilanz.

Am Sonntag ging das 23.¦„Stimmen“-Festival mit einer deutsch-britischen Dreierveranstaltung mit Jesper Munk, „Get well soon“ und „The Temperance Movement“ im Burghof zu Ende. Ansonsten stand das letzte Festivalwochenende im Zeichen der Konzerte in Arlesheim, wo nach Jahren der Abwesenheit der Domplatz wieder als „Stimmen“-Spielort etabliert wurde. Insgesamt fällt die Bilanz für die „Stimmen“-Macher positiv aus. Die Vielfalt des „Stimmen“-Festivals, die „handverlesene programmatische Mischung“ aus bekannten sowie neuen und noch unbekannten Künstlern, sei auch 2016 ein erfolgreiches Konzept gewesen, heißt es in einer Mitteilung des Burghofs. „Stimmen“-Chef Markus Muffler: „Die künstlerische Qualität von ’Stimmen’ war in diesem Jahr außergewöhnlich hoch. Es hat sich gezeigt, dass wir in Zeiten einer hierzulande immer größeren Festivaldichte durch das Beharren auf höchster Qualität, mit Konzerten an ganz besonderen Orten, wie dieses Jahr beispielsweise auf dem Domplatz in Arlesheim, auf dem richtigen Weg sind. Die guten Besucherzahlen an allen Spielorten zeigen, dass wir ein Publikum, dem es in erster Linie um den Musikgenuss geht, auch gut erreichen.“

Aus Sicht der Veranstalter ragen einige Konzerte besonders heraus. In der Bilanz werden die Auftritte von Dweezil Zappa, Hindi Zahra, die multimediale Performance von „Massive Attack“ in diese Reihe eingeordnet. Außerdem im Klassikteil „die perfekte Verschmelzung von alter und moderner Musik bei der Lautten Compagney mit Mine und Dorothee Mields“, wie Programmmacherin Kristina Danwerth in der Bilanz zitiert wird. Beste Auslastung in Arlesheim Auch mit den Abläufen ist man bei „Stimmen“ zufrieden. Nach unwetterbedingten Festivalabsagen und -abbrüchen in diesem Sommer sei „Stimmen“, davon verschont geblieben. „Wir hatten bei Festivalbeginn im Rosenfelspark mit Kälte und Regen schon das Schlimmste befürchtet, dann wurde das Wetter von Tag zu Tag besser“, sagt „Stimmen“-Produktionsleiter Mark Searle. Insgesamt gab es bei „Stimmen 2016“ 19¦Konzerte, bei denen Eintritt verlangt wurde und von denen insgesamt fünf ausverkauft waren (Suzanne Vega, Dweezil Zappa, „Revolverheld“, Sophie Klussmann und Julian Behr sowie der Doppelabend mit Alejandra Ribera und dem „Songbirds Collective“ in Riehen).

Die Gesamtkapazität aller 19¦Konzerte lag bei rund 34¦700¦Plätzen. Insgesamt besuchten etwa 22¦000¦Zuhörer die Konzerte, was einem Auslastungsgrad von rund 64¦Prozent entspricht und eine durchschnittliche Besucherzahl von 1158¦Personen pro Konzert bedeutet. Die Marktplatzkonzerte mit den Headlinern Jamie Cullum, Frank Turner & The Sleeping Soul, „Massive Attack“, „Revolverheld“ und Max Mutzke wurden von rund 14¦800¦Musikfans besucht. Dies entspricht bei einer Gesamtkapazität von 25¦000¦Plätzen einem Auslastungsgrad von 59¦Prozent in diesem Festivalteil und einer durchschnittlichen Besucherzahl pro Konzert von 2960¦Menschen.

Die sechs Konzerte im Rosenfelspark, inklusive der witterungsbedingten Verlegung des Konzerts von Suzanne Vega in den Burghof sahen insgesamt rund 2900¦„Stimmen“-Fans, was bei einer Gesamtkapazität von 4600¦Plätzen einem Auslastungsgrad von 63¦Prozent und einer durchschnittlichen Besucherzahl von etwa 480 Zuschauern pro Konzertabend entspricht. Die Konzertabende mit Ernest Rangling & Friends sowie von „Travis“ auf dem Arlesheimer Domplatz verfolgten rund 1900¦Zuhörer, was bei einer Kapazität von 2200¦Plätzen einem Auslastungsgrad von 86¦Prozent entspricht. Sowohl bei den Marktplatzkonzerten als auch bei den Konzerten im Rosenfelspark lauschten zahlreiche Musikfans den Klängen außerhalb des Konzertgeländes. Die Aftershows mit „Belasco“ und „Mister Me“ nach den Marktplatzkonzerten am Freitag und Samstag verfolgten rund 500¦Zuhörer. Bei den „Stimmen“-Veranstaltungen mit freiem Eintritt gab es bei „Lörrach singt“ mit rund 2000¦teilnehmenden Sängerinnen und Sängern eine zufriedenstellende Teilnehmerzahl. Der Prolog „Stimmen on Tour“ in Binzen, Saint-Louis, Murg-Oberhof, Liestal und Lörrach-Brombach erreichte insgesamt fast 1000¦Musikfans. Die beiden neuen Spielorte Café Verkehrt (Murg-Oberhof) und die Fondation Fernet-Branca (Saint-Louis) hätten sich in das Konzept integriert.