Das Land fördert die Planungen der Stadt für das sogenannte MMZ-Gelände neben der Arbeitsagentur. Aus Stuttgart kommen 30 000 Euro für die Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts. Im Lörracher Rathaus wird diese Nachricht positiv aufgenommen.

Was genau auf dem Gelände geplant ist und ob es dort nur Wohnungen geben wird oder ob auch noch das zweite Landratsamt untergebracht werden muss, entscheidet der Gemeinderat im Herbst. Das Land möchte die Umnutzung von früheren Gewerbeflächen fördern und damit die Herstellung von stadtnahem Wohnraum erleichtern. Deswegen bekommt Lörrach aus dem Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ 30 000 Euro für die Erarbeitung eines Konzepts für das MMZ-Areal. Mit dem Programm möchte das Land die Kommunen dabei unterstützen, beispielsweise über Wettbewerbe gute Ideen für die kompakte Stadtplanung zu entwickeln. Ziel sei es, „modernen und qualitätsvollen Wohnraum für alle gesellschaftlichen Gruppen zu schaffen“, wie das baden-württembergischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau berichtet. Auf dem MMZ-Areal werde ein kompaktes, urbanes Quartier in direkter Nachbarschaft zum Hauptbahnhof und der Innenstadt entstehen. Das Ministerium verweist außerdem auf die Nähe zum Projekt Hauptbahnhof Lörrach im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020. Monika Neuhöfer-Avdic, bei der Stadt Lörrach Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung, nimmt die Zusage aus Stuttgart dankend an. Allerdings wird die Summe nicht für das ganze Planungsverfahren ausreichen.

„Ich sehe das eher als eine Anschubfinanzierung“, sagt sie. Wegen der Bedeutung dieses Projekts werde vermutlich eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Welche Vorgaben für diesen Ideenwettbewerb gemacht werden, möchte die Stadt im Oktober in den politischen Gremien klären. Dann entscheidet sich auch, ob das Landratsamt mit einem neuen Dienstgebäude ebenfalls auf die derzeit noch als Parkplatz genutzte Fläche möchte.

Das Landratsamt braucht 8000 bis 12 000 Quadratmeter neuer Bürofläche. Dafür ist ein 3000 bis 4000 Quadratmeter großes Grundstück erforderlich. Das MMZ-Gelände hat etwa 13 500 Quadratmeter. Interesse der Stadt ist es, möglichst viele Wohnungen unterzubringen. Als Anhaltspunkt für die Dichte könne die Bebauung des Niederfeldplatzes dienen, sagt Monika Neuhöfer-Avdic.