Lörrach – Der Kiosk im Rosenfelspark soll einen neuen Pächter bekommen und auch hergerichtet werden. Man sei mit einem Interessenten im Gespräch, sagte Annette Buchauer, Fachbereichsleiterin Grundstücks- und Gebäudemanagement. Die Pläne für eine größere Umgestaltung von Tiergehege und Park liegen derweil in der Schublade. Sie seien aber weiterhin die Planungsgrundlage, wenn sich im Park etwas verändern wird.

Sichtbar wird dies nun am Spielplatz, wo mit einiger Verzögerung die Bauarbeiten für die neue Anlage begonnen haben – die Spielgeräte der „Spielanlage Lörrach“ hatten eine unerwartet lange Lieferzeit. Nun ist der Bereich abgesperrt und die Bagger sind angerückt. Bis Mitte Mai soll der erste Bauabschnitt fertig sein. Ihm folgen im zweiten Teil der „Musikbereich“ des Spielplatzes und eine Sport- und Bewegungsanlage (Callisthenics) für Erwachsene. Spätestens wenn der Spielplatz wieder nutzbar ist, werden viele in den Park strömen. Kicken auf dem Rondell, Tiere gucken, durch die Gegend sausen: Vor allem bei Familien ist der Park beliebt. Er ist gut erreichbar und kostet keinen Eintritt.

Da wäre dann schon auch mal ein Eis oder ein Würstchen am Kiosk drin – allein der war wenig einladend in den vergangenen Jahren. Das gilt vor allem auch für die dort untergebrachten öffentlichen Toiletten. „Die Sanitäranlagen waren nicht gut gepflegt“, räumt Annette Buchauer ein. Aktuell ist der Kiosk ganz geschlossen. Die Toiletten sind zwar geöffnet, aber aufgesucht werden sie wohl nur, wenn es gar nicht mehr anders geht. Sie sind schmuddelig, es stinkt. Kommt erst ein neuer Pächter für den Kiosk, dann soll das anders werden. Mit einem Interessenten sei man derzeit im Gespräch, der Kiosk werde wohl „in Bälde wieder öffnen“ und auch hergerichtet werden. Einen konkreten Zeitpunkt könne sie aber noch nicht nennen, sagt Annette Buchauer.

Weitere Veränderungen im Rosenfelspark seien derzeit nicht geplant. Im Jahr 2013 hatte eine Arbeitsgruppe verschiedene Vorschläge erarbeitet, wie der Park aufgewertet werden könnte, um so auch mehr Besucher anzulocken. Die Tierhaltung, so die Idee, solle sich langfristig auf bedrohte Haustierrassen konzentrieren, unter fachlicher Beratung des Tierparks Lange Erlen in Basel. Die Gastronomie wollte man verlegen, und zwar auf die Höhe der Baumgartnerstraße – als Verlängerung der Campusachse. Ein weiterer Wunsch der Arbeitsgruppe war ein Naturteich für den Park.

In der Haushaltskonsolidierung 2016 schlug die Stadt dann aber plötzlich vor, die Tierhaltung im Rosenfelspark abzuschaffen und so rund 126 000 Euro einzusparen. Doch die Lörracher hängen an ihren Tieren im Park – der Gemeinderat kippte 2017 den Sparvorschlag. Schafe, Ziegen, Ziervögel, Enten, Gänse und Hühner dürfen bleiben. Letztere genießen ihren Freigang im Park: Die Hühner nutzen den Platz unter dem Mammutbaum für ausgiebige Sandbäder, der Hahn stolziert herum, die Enten und Gänse watscheln auf der Suche nach schmackhaften Schnecken über den Rasen.

Die Pläne für die Aufwertung des Rosenfelsparks gebe es noch, sagt Annette Buchauer. Die aktuelle Neugestaltung der Spiel- und Sportfläche beispielsweise entspreche der damaligen Planung, erklärt sie. Und wann immer im Rosenfelspark etwas neu gestaltet werde, wolle man sich daran orientieren. Das gelte auch für eine Erneuerung und Sanierung des Tiergeheges, die früher oder später ansteht. Konkret geplant sei dahingehend aber nichts. Über einen Umbau müsste der Gemeinderat ohnehin gesondert entscheiden und die notwendigen Haushaltsmittel freigeben.