Nach den Sommerferien gehen die Verhandlungen vermutlich in einem Schlichtungsverfahren weiter. Der Lörracher IG-Metall-Bevollmächtigte Thomas Bittner hält weiter an dem Ziel fest, pro Betriebsjahr ein halbes Monatsgehalt als Abfindung zu erreichen.

Diese Größenordnung sei üblich. Unter Berufung auf einen eigenen Wirtschaftsprüfer sagt Bittner, die KBC wäre in der Lage, einen Sozialplan in der von der Arbeitnehmerseite geforderten Höhe zu finanzieren. Dies wird vom Unternehmen bezweifelt. Die KBC hinke seit Jahren der Entwicklung hinterher, hatte die Geschäftsführerin von KBC und der italienischen Muttergesellschaft Imprima, Valentina Franceschini, betont.

Der Sozialplan müsse sich an den finanziellen Möglichkeiten der KBC orientieren. Das Unternehmen dürfe mit Rücksicht auf jene Teile des Unternehmens, die in Lörrach verbleiben sollen (Entwicklung, Musterherstellung, Vertrieb) nicht überfordert werden. Die Gewerkschaft fühle sich bei den Verhandlungen auch diesen Arbeitsplätzen verpflichtet, versicherte Bittner.

Das Angebot der Firma, laut Bittner 0,2 Monatsgehälter pro Jahr Betriebszugehörigkeit, ist der IG Metall zu wenig. Zwar würde sich das wegen der meist langen Zugehörigkeit der betroffenen KBC-Mitarbeiter zu einer größeren Summe addieren, räumt Bittner ein. Doch spiegle sich darin keine Wertschätzung für die Betriebstreue.