Der Hebelbund und das Dreiländermuseum wollen ihre ohnehin gute Zusammenarbeit weiter intensivieren und auch konzeptionell kooperieren. Ein erstes Ergebnis soll eine Sonderausstellung mit Publikation und Begleitprogramm zu Hebels Schweizer Reise sein. Das ist für 2018 in den Blick genommen. Ohnehin ist die Nähe von Hebelbund und Museum groß. „Es tut sich zusammen, was zusammengehört“, formuliert Hebelbund-Präsident Volker Habermaier.

Johann Peter Hebel war im heutigen Museumsgebäude Lehrer; der Veranstaltungssaal trägt den Namen des Dichters, Theologen und Pädagogen. Das Lörracher Museum hat die größte Sammlung zu Johann Peter Hebel, ein kleiner Teil wird in der Dauerausstellung gezeigt; das Haus ist literarische Gedenkstätte, verfügt über eine Online-Datenbank zu Hebel und der Rezeption und einen Online-Katalog der Museumsbibliothek, der allgemein zugänglich ist.

So ist es naheliegend, dass der Hebelbund mit den meisten Veranstaltungen an diesen Ort geht. Der Hebelsonntag, in diesem Jahr ist das der 8. Mai, beginnt um 10 Uhr nebenan in der Stadtkirche mit dem Hebelgottesdienst. Für Liturgie und Predigt, diesmal auf Hochdeutsch, ist Pfarrer Matthias Weber, Kandern, verantwortlich. Für das Schatzkästlein zieht man um 11 Uhr ins Museum um. Den Festvortrag hält Professor Achim Aurnhammer von der Universität Freiburg. Das Thema: „Was ist unheimlich? Johann Peter Hebels Gespenstergeschichten im Kontext der Aufklärung“. Wer den Hebeldank bekommt, wird vorab nicht verraten. So viel aber deutet Volker Habermaier an: Der Festvortrag dreht sich um Hebel als Dichter, und auch der Hebeldank wird wohl einen Literaten treffen.

In der Reihe der Literarischen Begegnungen im Dreiländermuseum war die erste Veranstaltung des Jahres mit Pius und Carmen Jauch Ende Februar bereits gut besucht. Es folgt am Sonntag, 22. Mai, um 17 Uhr eine Begegnung mit Barbara Honigmann und ihrem Buch „Chronik meiner Straße“. Es erzählt von Straßburg, wo die Autorin wohnt, und zu dem auch Hebel eine Verbindung hatte.

Der „Großschriftstellerin“ (Habermaier) folgt mit José F.A. Oliver eine Lesung mit einem Autor, der wie Hebel in mehreren Sprachen zu Hause ist. „Fremdenzimmer“ heißt der Band, den der Schwarzwälder mit spanischen Wurzeln am Sonntag, 16. Oktober, um 17 Uhr mitbringen wird. Die Literarischen Begegnungen beschließen am 4. Dezember um 17 Uhr Uli Führe (Musik) und Wendelinus Wurth (Geschichten) mit einer reinen Mundart-Veranstaltung. Aus der Stadt heraus geht es am Sonntagnachmittag, 25. September, in der Reihe „Mit Hebel unterwegs...“. In diesem Jahr führt Helen Liebendörfer ausgehend vom Totentanz durch Hebels Basel. An Orten, die mit ihm zu tun haben, gibt es Texte des Dichters.

Weitere Infos gibt es im Internet:

www.hebelbund-loerrach.de

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