Lörrach (kbw) Die Freiwillige Feuerwehr Lörrach kann sich sehen lassen: Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic zeigte sich bei der Abteilungsversammlung der Feuerwehr in der Feuerwache von deren Schlagkraft angetan. Die hohe Zahl an Ehrenamtlichen imponiere ihr, sagte sie. Lob zollte sie den Familien, die hinter deren Engagement für die Allgemeinheit stehen. Neuhöfer-Avdic wünscht sich allerdings noch mehr Frauen im Feuerwehrdienst.

  • Rückblick: Abteilungskommandant Klaus Betting gab einen Einblick in die vielen Veranstaltungen des vergangenen Jahres, bei denen die Abteilung Lörrach Präsenz zeigte. Dazu kamen viele Sicherheitswachen im Burghof, an der Regio-Messe, dem Stimmen-Festival und am Frühlings- und Herbstfest. Im Ausrückbereich Süd gab es im vergangenen Jahr 455 Einsätze, inklusive der Einsätze der hauptamtlichen Kräfte. Auf die Abteilung entfielen 342 Einsätze, dabei konnten 38 Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet werden, vier Personen aber nur noch tot geborgen werden. Glücklicherweise verletzte sich kein Feuerwehrangehöriger. Im Vergleich zum Vorjahr (309) sind die Einsätze leicht gestiegen, der Schwerpunkt lag auf technischer Hilfeleistung. 84 Einsätze wurden durch Fehlalarme ausgelöst. Betting lobte den hohen Ausbildungsstand der Abteilung. 103 Feuerwehrmänner und -frauen absolvierten Lehrgänge. An Dienstanlässen hatte man 231 Übungen und Ausbildungen mit einer Beteiligung von 63,5 Prozent. Dazu kamen 232 Anlässe zur Organisation, Unterhaltung und Kameradschaftspflege der Abteilung . Insgesamt hatte man 463 Anlässe, mit den Einsätzen eingerechnet sogar 805 Anlässe – das entspricht im Schnitt 2,2 Anlässen pro Tag. Die Lörracher Wehr hat 120 Aktive, darunter vier Frauen, in der Jugendwehr sind es 17 Aktive, darunter drei Mädchen, und in der Altersmannschaft sind es 88, was insgesamt 225 Aktive ergibt. Die Mehrheit von ihnen ist zwischen 18 und 30 Jahre alt. Kassierer Christian Tonner konnte von einem kleinen Überschuss berichten, dank der Zuschüsse der Stadt und vielen Spendern. Bei den Ausgaben lag der Schwerpunkt auf der Ausbildung und der Kameradschaftspflege. Jugendwart Manuel Uebelin berichtete, dass für Ausbildung und Jugendarbeit 110 Stunden aufgewendet wurden, dazu kamen 14 Tage für Lager und Fahrten. Uebelin lobte die Kameradschaft und Zielstrebigkeit des Nachwuchses. Stadtbrandmeister Manuel Müller hob hervor, dass man in Lörrach eine tolle und hochprofessionelle Feuerwehr habe. Derzeit arbeite man ein Fahrzeugkonzept aus. Daraus ergebe sich schon jetzt, dass fünf Großfahrzeuge und zwei Kleinfahrzeuge in den nächsten Jahren angeschafft werden müssten.
  • Wahlen: Andreas Kaiser, Oliver Geyer, Mathias Spinner (alle in den Abteilungsausschuss und Vorschlag für den Feuerwehr-Ausschuss). Harald Kellermann (Kassenprüfer).
  • Ehrungen: Markus Guggemos, Martin Korngiebel, Matthias Tetzlaff, Oliver Svoboda, Sven Mautsch, Stefan Schulz, Jörg Morgenstern, Mathias Spinner, Simon Späth (alle Ehrenzeichen in Silber der Feuerwehr Lörrach). Marc Sontheimer (Feuerwehrehrennadel in Gold der Feuerwehr Lörrach).