Lörrach (kba) Seit 2013 ist dem Kinderhaus „Guter Hirte“ ein Familienstützpunkt angegliedert. Er ermöglicht Eltern, sich auszutauschen und ist eine Schnittstelle für Eltern und kooperierende Einrichtungen in Lörrach. Ein Schwerpunkt ist die Elternberatung. Im Café mit Input finden regelmäßig Vorträge zu Erziehungs- und Bildungsthemen statt.

Bedürfnisse der Eltern und somit auch die der Kinder enger einzubeziehen – das ist das Anliegen des Familienstützpunktes. „Wir wollen Partner sein für Familien besonders dort, wo Großeltern oder andere Kontakte fehlen“, erklärt Monika Rombach, Koordinatorin des Familienstützpunktes. Beim Café mit Input informieren etwa Referenten zu Sprachförderung, Sauberkeitserziehung oder Kinderschutz. „Die Veranstaltungen sind unterschiedlich stark besucht, je nach Thema und wie gerade der Bedarf bei den Eltern ist“, erzählt Rombach. Wichtig sei dabei nicht, auf eine breite Masse abzuzielen sondern vielmehr auf wirklich Interessierte. Besonders wichtig sei außerdem, Beziehungen zu schaffen. „Auch viele Eltern haben spezielle Kenntnisse, die sie untereinander austauschen können“, erzählt Rombach weiter.

Oftmals helfe das Wissen, dass man mit Problemen nicht alleine ist. Für spezielle Probleme bietet der Familienstützpunkt auch niederschwelligen Zugang zu Kooperationspartner, wie etwa Stadt, Landkreis, eine Praxis für Logopädie, das Krankenhaus St. Elisabethen, Diakonie und Kinderschutzbund. Erzieherinnen haben sich zu Elternberatern ausbilden lassen. Darüber hinaus stehen zusätzliche Zeitressourcen zur Verfügung. „Dadurch haben wir mehr Möglichkeiten, mit den Eltern ausführlichere Beratungsgespräche zu führen“, erklärt Andrea Döppert, Leiterin der Kita.

Die Zeitressourcen sind auch bei anderen Projekte hilfreich. Gerade hat die Kita das „BeKi“-Zertifikat für Bewusste Kinderernährung erhalten. In einer knapp zweijährigen Fortbildung hatten sich Erzieherinnen der Einrichtung weitergebildet. Auch Eltern versuchten, im Familienstützpunkt Essen gesund, kindgerecht und ansprechend anzurichten. Die Zeitressourcen des Familienstützpunktes werden seit zwei Jahren als Modellprojekt von der Stadt Lörrach finanziert. Diese Finanzierung läuft nun aus. „Wir hoffen natürlich, dass die Projektförderung auf Dauer etabliert wird“, sagt Rombach. Die Weiterführung des Familienstützpunktes ohne dauerhafte Finanzierung ist dagegen kaum denkbar.

„Zumindest im aktuellen Umfang könnten wir den Familienstützpunkt rein ehrenamtlich nicht weiterführen und das wäre natürlich sehr schade“, da sind sich Monika Rombach und Andrea Döppert einig.

Informationen im Internet: www.kita-loerrach.de