Lörrach (sk) Sie ist etwa vier bis zehn Millimeter groß, schwarz-weiß gestreift und ernährt sich von Blut und Nektar: die Asiatische Tigermücke. Im vergangenen Jahr ist eine erste Population der aus Südostasien stammenden Stechmücke in Lörrach entdeckt worden. Seither wird das Tier von der Stadt Lörrach bekämpft und seine Ausbreitung konnte stark reduziert werden. Bürgerinnen und Bürger können im eigenen Garten selbst die Verbreitung verhindern und sind gebeten, etwaige Funde an die Stadt zu melden.

Im vergangenen Jahr wurde in Lörrach erstmals eine Population der asiatischen Tigermücke gefunden. Daraufhin startete die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) im Auftrag der Stadt die Bekämpfung der Tigermücke im Stadtgebiet. Der Schwerpunkt lag dabei im östlichen Teil des Blumen- und Gartenwegs. „Seitdem ist die Population stark reduziert“, sagt Ashwak El Hourani vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadt.

In diesem Jahr finde die Bekämpfung daher nur in kleinerem Umfang statt, erläutert El Hourani. Die Bekämpfung umfasse die Beseitigung von Brutstätten. Es werden weiterhin Fallen aufgestellt und regelmäßig überprüft. Wenn es zu einem erneuten Befall käme, würden die Fallen mit einem speziellen Mittel im Abstand von zwei Wochen behandelt. Dieses Mittel sei weder für Menschen noch für Pflanzen schädlich. Die Asiatische Tigermücke hingegen stellt als Überträgerin von Krankheitserregern wie dem Dengue-, Zika- und Chikungunya-Virus für Menschen eine Gefahr dar.

Auch im eigenen Garten kann jeder etwas dazu beitragen, die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke zu verhindern. Neben der Wärme im Sommer bieten vor allem offene Wasserstellen eine gute Grundlage für die Verbreitung der Stechmücke, Regenwassertonnen und Gießkannen sind für sie sehr beliebte Brutstätten.

Deshalb bittet die Stadtverwaltung, eben solche Gefäße, die mit Wasser gefüllt sind, zu verschließen, und ungenutzte Gartenartikel wie Gießkannen gegebenenfalls auf den Kopf zu stellen. Auch Wasserstellen, wie sie für Vögel oder andere Kleintiere im Garten aufgestellt werden, können Nistplätze für die kleinen Plagegeister sein. Hier ist es hilfreich, das Wasser wenn möglich jeden Tag auszutauschen, um so das Ablegen von Eiern der gelegentlich auch Tigermoskito genannten Stechmücke zu verhindern.

Wer den Verdacht auf einen Tigermückenbefall hat, sollte sich an die Stadtverwaltung wenden, wenn möglich mit dem Exemplar der Mücke oder mit einem Foto davon. So kann geprüft werden, ob es sich dabei tatsächlich um eine Asiatische Tigermücke handelt. Die Stadtverwaltung ist an einer umfassenden Aufklärung der Bevölkerung gelegen: Bis vergangene Woche konnte während der Öffnungszeiten des Rathauses im Glasfoyer eine Ausstellung zur Asiatischen Tigermücke besichtigt werden. Sie informierte unter anderem über das Stechverhalten der asiatischen Tigermücke, die medizinische Relevanz und die Merkmale der Stechmücke.