Wie schon bei der Bundestagswahl vor vier Jahren ist die CDU eindeutige Siegerin in der Stadt Lörrach. Doch so glänzend wie 2013 fällt der Erfolg freilich nicht mehr aus. Bei den Zweitstimmen liegt die Union nicht mehr über dem Bundesresultat. Doch mit 33 Prozent hat die CDU immer noch etwa doppelt so viel Stimmen geholt wie die beiden nächstgrößeren Parteien SPD (17,2 Prozent) und Grüne (16,4 Prozent). Auch bei den Erststimmen war es eine klare Sache für Armin Schuster und die CDU (36,4 Prozent).

Der Spitzenplatz der CDU hat – ganz vergleichbar mit dem Bundesergebnis – jedoch auch in Lörrach eine Schattenseite. Die 33 Prozent, die auf Stadtebene klar zu Platz eins reichten, sind für sich gesehen und im Vergleich zu 2013 ein klarer Rückschritt. Satte 8,9 Prozent verliert die Union im Vergleich zum damals überdurchschnittlichen Ergebnis.

Nach der Wahl ging es ans Zählen. <sup></sup>Bilder: Barbara Ruda
Nach der Wahl ging es ans Zählen. Bilder: Barbara Ruda

Beim Blick auf das Gesamtergebnis zeigt sich als Lörracher Besonderheit, dass SPD und Grüne bei den Zweitstimmen fast gleichauf liegen. Die SPD, die 2013 mit damals 21,6 Prozent schon deutlich unter dem Bundesergebnis zurückgeblieben war, verlor nun auch in Lörrach analog zum aktuellen Deutschlandergebnis noch einmal. Mit 17,2 Prozent hat die SPD nun auch in Lörrach eine Eins als erste Ziffer. Schon bei der Landtagswahl 2013 hatte die SPD die 20-Prozent-Marke verfehlt.

Für die Grünen bleibt Lörrach ein gutes Pflaster. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl hat die Partei 2,7 Prozent zugelegt und kommt nun auf 16,4 Prozent. Platz zwei wurde somit nur knapp verfehlt. Für die AfD ist Lörrach nur ein mäßiges Pflaster. 10,6 Prozent sind weniger als in Bund und Land. Bemerkenswert ist, dass die AfD vor allem auf dem Salzert und in der Nordstadt, also dort, wo weniger gut Situierte wohnen, überdurchschnittlich gut vertreten war.

Bei den Erststimmen lagen die drei Spitzenreiter jeweils über den Zweitstimmenanteilen ihrer Parteien. Armin Schuster, CDU, kam auf 36,4 Prozent, gefolgt von Jonas Hoffmann, SPD, (21,9 Prozent) und Gerhard Zickenheiner, Grüne, (18,2 Prozent).