Lörrach Balkenhol-Männle: Man kennt ihn und man schätzt ihn

Die gemeinsame Kampagne „Er kehrt zurück“ von Stadt und Kunst- und Kulturförderkreis feierte am Samstag beim großen Aktionstag „Kunst für Kunst“ auf dem Senser Platz ihren vorläufigen Höhepunkt

Die gemeinsame Kampagne „Er kehrt zurück“ von Stadt und Kunst- und Kulturförderkreis feierte am Samstag beim großen Aktionstag „Kunst für Kunst“ auf dem Senser Platz ihren vorläufigen Höhepunkt. Alle bei diesem kleinen Volksfest eingespielten Gewinne sollen dabei helfen, die 40 000 Euro Sockelbetrag für eine Replik der Großen Säulenfigur von Stephan Balkenhol zusammenzubekommen. „Ich bin mir sicher wir schaffen das“ zeigte sich der Oberbürgermeister bei seiner Ansprache zuversichtlich.

„Sind wir nicht einzigartig in dieser Stadt“, fragte Jörg Lutz die Besucher, die bei angenehmen Temperaturen auf den Bierbänken saßen und zugunsten des Balkenhol-Mannes speisten oder mit einem Glas Sekt auf das Gelingen der Finanzierung der neuen Statue anstießen. „Ich kenne keine andere Stadt, in der sich Menschen so für Kunst und Kultur einsetzen.“ Ohne gemeinsames gesellschaftliches Engagement, so fügte er noch hinzu, könne die Stadt ihre Schätze nicht erhalten. Allen voran setzt sich der KKF ehrenamtlich für dieses Ziel ein. In diesem Jahr hat der Verein sich diesem ganz besonderen Projekt verschrieben, wie die Vorsitzende Isolde Weiß erläuterte. „Man kennt ihn, man schätzt ihn, man liebt ihn ... er fehlt.“

Die Säulenfigur, die viele Bürger als Teil der städtischen Familie ansehen, fand sich am Samstag immerhin auf vielen Plakaten wieder. Dort, wo der Mann viele Jahre stand und wo die Replik ab Herbst auch wieder stehen soll, war der KKF-Stand platziert, an dem die leider wenig gefragten Führungen durch den Skulpturenweg losgingen, von dem auch der Balkenhol ein Teil ist. Manch ein Blick wanderte von der runden Bodenabdeckung des ursprünglichen Fundaments in die Höhe, und vor dem inneren Auge entstand das lieb gewordene Bild der roten Säule und der auf ihr thronenden Figur.

Ein buntes Programm mit Musik – das HP Schmitz Quartett und das BalKlezmer Ensemble der Städtischen Musikschule –, dem Theaterstück „Die Kunst eine traurige Geschichte zu erzählen“ von Tempus Fugit (mit Maximilian Schelble, Rasmus Friedrich und Julius Engelbrecht), schwungvollen Einlagen von Mentor Shalijanis Tanzwerk, einer Tombola mit von hiesigen Unternehmen gestifteten Preisen, einem kreativen Workshop mit dem Künstler Michael Jaks sowie der Prämierung und Versteigerung von Arbeiten aus dem Schülerwettbewerb unterhielten die Gäste. Wer mitsteigern wollte – auch an der Auktion von gestifteten Kunstwerken zum Ende der Veranstaltung – konnte diese vorher in Augenschein nehmen. „Öffnen Sie Ihre Herzen und vor allem Ihre Portemonnaies“, hatte der Oberbürgermeister die Besucher aufgefordert.

Als Beitrag der Deutschen Bank, die den Lörrachern die Originalskulptur als Dauerleihgabe gespendet hatte, überreichte Filialleiter Michael Fritsch einen Scheck in Höhe von 800 Euro. Außerdem betrieben Ingrid Cabak und ein Team ehrenamtlich einen Aktionsstand und schenkten Sekt aus. Den dicken Holzhammer bei der Kunstauktion führten die ehemalige Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm und das KKF-Gründungsmitglied Bernhard Pauls, während KKF-Schatzmeister André Marker die jeweils an Mann oder Frau zu bringenden Werke in die Luft hielt.

Mit vereinten Kräften versuchten beide, überhaupt Gebote aus den Leuten herauszukitzeln oder die schriftlich vorliegenden Gebote ein wenig in die Höhe zu treiben: eine zähe Angelegenheit. Deshalb entschloss man sich dazu, dass die übrigen Kunstwerke bis Ende des Monats online unter www.kkf-loerrach.de und www.loerrach.de/balkenhol ersteigert werden können.

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