In den nun bald 20 Jahren kommt das Trio auf mehr als 900 Konzerte und vier CDs. Jetzt schielt das Trionettli in Richtung 1000 Auftritte. Der Rekord war fast 100 Konzerte in einem Jahr. „Dann haben wir entschieden, dass, wenn wir als Band alt werden wollen, wir auf die Bremse treten sollten“, so Sonja Wunderlin. Den Masterplan des Trionettli bringt Gabriel Kramer so auf den Punkt: „Wir haben nichts anderes im Sinn gehabt als Strassenmusik zu machen.“ Wirtschaftlich betrachtet bilden die Auftritte vom Trionettli „ein Grundeinkommen“.

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Marc Suter sieht die Strassenauftritte als Werbung für „reguläre“ Engagements von Veranstaltern. Corona hat zwar einen Keil in die Kooperation von Kulturveranstaltern und Musikanten getrieben, „aber es kommen wieder Anfragen, tröpfchenweise“, so Suter. Wie das Trionettli sein 20jähriges Bestehen feiern will, steht noch nicht zu 100 Prozent fest. Ende September soll es geschehen, draußen als Open Air, eventuell in Brugg oder Laufenburg. „Wir wollen das feiern“, stellt Sonja Wunderlin klar, „und die Leute, die uns immer unterstützt haben, zusammenbringen“.

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In den nächsten Tagen sollen Ort und Zeit fix gemacht werden. „Dann veröffentlichen wir es auf allen uns möglichen Kanälen“, blickt Gabriel Kramer voraus. Wie das Trio zusammengekommen ist, bringt er so auf den Punkt: „Es ist megaschnell passiert. Wir haben weniger lang diskutiert als gemacht.“ Am Montag, 22. Oktober 2001, haben er, Marc Suter und Claudia Jegen den Plan gefasst, gemeinsam auf den Straßen der Schweizer Städte aufzutreten, am Samstag darauf taten sie eben dieses. „Von da an ist es lange Zeit aufwärts gegangen“, blickt Marc Suter zurück.

Das Repertoire

Das Trionettli-Repertoire: Schweizer Volkslieder, textlich und melodisch den Originalen zwar treu geblieben, jedoch eigenwillig arrangiert, so dass aus den Volksliedern Folkslieder geworden sind. Eine andere Stilbezeichnung gibt es nicht, nur so viel: Ihre Musik hat viele Folkeinflüsse, findet Gabriel Kramer, „irisch, spanisch, aus ganz Europa“. Sonja Wunderlin beschreibt die Musik von Trionettli so: „Eine Mischung zwischen Tradition und frech.“ Schliesslich Marc Suter: „Eine Mischung von sehr vielem, es gibt keine Regel.“ Dann wird er doch etwas präziser: „Es sind alles Lieder, deren Herkunftsort die Schweiz ist, Lieder, die überliefert und verbunden mit der hiesigen Kultur sind.“ Der Vortragsweisen gibt es heutzutage schweizweit viele, klassisch, jazzig, rockig, poppig, aber das Trionettli hat sich eine eigene Nische errichtet. Gabriel Kramer spielt Mandoline und Balalaika (ein dreieckiger Kontrabass), Marc Suter Banjo und Bodhran (eine irische Trommel), Sonja Wunderlin Akkordeon und verschiedene Blasinstrumente, unter anderem Hornflöte, Schalmei und Garklein.

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