Zweiter Anlauf für die Sanierung des Museum Schiff in der Laufenburger Altstadt: An der Versammlung des Museumsvereins beider Laufenburg am Freitag gaben die Mitglieder dem überarbeiteten Projekt grünes Licht. Die Baukosten für Gebäudesanierung und Erweiterung liegen bei rund 4,3 Millionen Franken (CHF). Für das neue Ausstellungskonzept inklusive Einrichtung wird mit Kosten von 650.000 Franken gerechnet. Diese Zahlen nannte Joe Schnetzler, Kassier des Museumsvereins.

Das neue Finanzierungskonzept

Dessen Finanzierungskonzept umfasst Beiträge der Ortsbürger- und Einwohnergemeinde und des Swisslos-Fonds, außerdem Eigenmittel des Vereins in Höhe von 250.000 Franken sowie Spenden. Laut Schnetzler könnte die mögliche Finanzierung der Baukosten so aufgeteilt werden: 1,51 Millionen CHF von der öffentlichen Hand, davon 850.000 CHF von der Ortsbürgergemeinde, 500.000 CHF von der Einwohnergemeinde, 150.000 Euro von der Stadt Laufenburg/D und 10.000 Euro Fördergelder von der EU. An Subventionen könnten 980.000 CHF vom Swisslos, plus 250.000 CHF von der kantonalen und eidgenössischen Denkmalpflege fließen. Hinzukommen sollen Spenden.

Der neue Zugang ins Museum Schiff soll ebenerdig von der Fischergasse aus erfolgen, rechts im Bild.
Der neue Zugang ins Museum Schiff soll ebenerdig von der Fischergasse aus erfolgen, rechts im Bild. | Bild: Peter Schütz

Ziel sei nun die Zustimmung an den Versammlungen der Einwohner- und Ortsbürgergemeinden im November. Gespräche mit allen Ziel- und Bevölkerungsgruppen seien geplant. Rudolf Lüscher betonte: „Nach 40 Jahren erfolgreicher Geschichte muss nun etwas gehen. Es ist wichtig für Laufenburg, dass das Museum saniert wird.“ Joe Schnetzler sagte: „Wir sind zuversichtlich, unsere Aufgabe ist es jetzt, zu überzeugen.“

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Nicht vergleichbar mit altem Projekt

Das aktuelle Projekt könne nicht direkt mit dem von vor drei Jahren verglichen werden. Zwischenzeitlich sei eine bessere Erschließung erarbeitet worden, so Schnetzler. Konkret: Der ebenerdige, behindertengerechte Zugang ins Museum soll von der Fischergasse aus erfolgen. Zudem wurden die Betriebskosten (101.000 CHF) neu berechnet. Laut Schnetzler wird die Ausstellungsfläche um 670 Quadratmeter nahezu verdoppelt. Hannes Burger, Präsident des Museumsvereins: „Da der oberste Kulturchef, Swisslos und die kantonale Denkmalpflege positive Zeichen gaben, bin ich überzeugt, dass wir auch die Hürde Gemeinde und Ortsbürger schaffen.“ Im Februar 2020 hatten die Einwohner in der Referendumsabstimmung Ja zum Kredit gesagt, die Ortsbürger hingegen ihren Kreditanteil von 850.000 abgelehnt.

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