Früher entschied der Landesfürst darüber, wie eine Briefmarke auszusehen hat. Heute entscheidet das Bundesfinanzministerium. Ein Programmbeirat wählt das Thema für die Briefmarken aus, anschließend geben ausgewählte Grafiker ihre Vorschläge in einen Entwurfswettbewerb ein. Bei den Themen haben Bürger durchaus ein Wörtchen mitzureden indem sie Themenvorschläge einreichen. Rund 500 Vorschläge gehen jährlich beim Bundesfinanzministerium ein, etwa 50 der Vorschläge werden schließlich realisiert. Auf kleinster Fläche sorgfältig ausgestaltet, ist jede Briefmarke ein kleines Kunstwerk.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie vielfältig die Themen für Briefmarken sind, das zeigt dieser Tage eine Ausstellung im Foyer des Rathauses Laufenburg. Helga und Werner Trautwein aus Bad Säckingen zeigen in Zusammenarbeit mit Egon Gerteis aus Laufenburg ihre jeweiligen Sammlungen mit Briefen und Karten zu den Themenbereichen „Hände“ und „Südschwarzwald“. Briefmarken zum Thema Südschwarzwald zeigen zum Beispiel die heimischen Tiere und Vögel im Wald, Käfer und andere Kleintiere, Blumen und Pilze. Andere Karten und Briefe zeugen davon, dass der Südschwarzwald schon immer eine beliebte Ferienregion war. Die Poststempel werben zum Beispiel für den Ferienort Todtmoos oder die Dampfeisenbahn Blumberg. Die Themen Handwerk und Umwelt wurden ebenfalls gestalterisch umgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Als geradezu unerschöpfliches Thema erweisen sich die „Hände“ von Helga Trautwein. Denn Hände werden überall und immer eingesetzt. Beim Arbeiten, als Hilfeleistung, als Trostspender, im Gesundheitswesen, beim Sport und vor allem beim Miteinander. Um zu umarmen und zu drücken. Selbst beim Sprechen kommt die Hand zum Einsatz, um die Worte zu unterstreichen. Hände sprechen aber auch selbst. Zum Beispiel das Handreichen als Zeichen des Friedens.

Die Ausstellung wird Donnerstagvormittag offiziell eröffnet und kann zu den Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses besucht werden.