Das Absperrgitter ist mittlerweile umrankt mit allerlei Schlingpflanzen und anderem Gewächs. Die Natur holt sich zurück, was nicht natürlich ist, sagt man gerne. Die Rede ist von dem Gitter zur Absperrung des Kriegerfelsens, einem Laufenburger Sorgenkind. Der Kriegerfelsen ist ein beliebter Aussichtspunkt, von dessen kleiner umzäunten Plattform aus man die alte Brücke und große Teile der Altstadt Laufenburgs sehen kann.

Das Absperrgitter ist mittlerweile schon von Pflanzen u?berwuchert. Seit Februar 2019 ist der Zugang gesperrt. B
Das Absperrgitter ist mittlerweile schon von Pflanzen u?berwuchert. Seit Februar 2019 ist der Zugang gesperrt. B | Bild: Andrea Worthmann

Seit Februar 2019 gesperrt, bleibt der Felsen, der mit einem von der Laufenburger Gönnerin Mary Codman (1839 bis 1929) gesponserten Denkmal in Form eines großen Bronzeadlers gekrönt ist, auch vorerst nicht begehbar. Das Geländer muss saniert beziehungsweise erneuert werden, da es nicht genügend Sicherheit bietet.

Die Gründe, warum es dort aber einfach nicht voran gehen will, kumulieren sich. Bürgermeister Ulrich Krieger nimmt auf Anfrage unserer Zeitung Stellung: Der damalige Mitarbeiter, der unter anderem für das Projekt der Sanierung verantwortlich war, hatte das Stadtbauamt verlassen, so dass eine Vakanz entstand, die länger als gewünscht dauerte. Die Stelle wurde dann zwar wieder besetzt, aber neben dem Abarbeiten der aufgestauten Projekte musste sich dann erstmal um akutere Dinge im Bereich Straße und Kanalisation gekümmert werden.

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Nun sei das Bauamt seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Handwerksbetrieb, der sich der Neuanfertigung des Geländers annimmt. Dies sei eine Spezialanfertigung, so Krieger. Deshalb sei es schwierig, eine Aussage zu treffen, wann der Aussichtspunkt mit dem Bronzeadler wieder öffentlich begehbar sei. Es haben bereits verschiedene Besichtigungen von Fachbetrieben vor Ort stattgefunden. Rückmeldungen sind aber noch ausstehend.

Der beliebte Aussichtspunkt auf dem Kriegerfelsen. Fru?her stand dort mal eine Burg.
Der beliebte Aussichtspunkt auf dem Kriegerfelsen. Fru?her stand dort mal eine Burg. | Bild: Andrea Worthmann

Wünschenswert wäre eine Öffnung spätestens zeitgleich mit der Laufenburger Acht, dem Rundwanderweg, der in Zusammenarbeit der beiden Schwesterstädte gebaut wird und dessen Fertigstellung bis Ende des Jahres geplant ist. Dafür müssen aber einige Räder ineinandergreifen: Naturschutzfachliche Auflagen sollen erfüllt werden, das Wetter muss mitspielen und die Lieferungen der Steg- und Brückenteile müssen pünktlich eintreffen.

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