Heute ist wieder so ein Tag, an dem der Cheisacherturm oberhalb von Gansingen zum Besuchermagneten werden könnte. Schließlich lockt die Aussicht übers verschneite Fricktal bis in den Schwarzwald und in die Alpen. „An schönen Wochenenden sind es auch mal 300 bis 400 Personen pro Tag“, sagt Roger Erdin, Präsident des Trägervereins.

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Ein Indiz für die steigenden Besucherfrequenzen der vergangenen Jahre ist auch der Ertrag aus der Turmkasse. Am Fuße des Turms können Besucher Spenden in eine Kasse legen, mit denen der Unterhalt finanziert wird. „Der Ertrag daraus ist in den letzten Jahren gestiegen“, sagt Erdin. Im Jahr 2020 resultierte gar ein neuer Rekord. „Die Besucherfrequenzen sind im Frühjahr mit dem Lockdown markant gestiegen und halten auch heute an“, sagt Erdin.

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Still und heimlich wurde der Turm außerdem zehn Jahre alt, wurde er doch Ende November 2010 fertiggestellt. Im Herbst feierte der 25 Meter hohe Holzturm also runden Geburtstag – die Coronapandemie verhinderte aber ein Fest. „Ursprünglich hatten wir geplant, den Jahrestag mit einem kleinen Fest zu feiern. Im Frühling haben wir dann entschieden, das Fest auf das Frühjahr 2021 zu verschieben. Leider wird aber auch dies aufgrund der Pandemie kaum möglich sein“, sagt Roger Erdin. Der Cheisacherturm habe sich über die Jahre zu einem „Wahrzeichen der Region gemausert“ und zu einem „beliebten Ausflugsziel“ entwickelt, so Erdin. So hat etwa das SBB-Reisemagazin „via“ den Turm einst zu einem der zehn schönsten Aussichtspunkte der Schweiz gekürt.

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Auch das neueste Angebot rund um den Turm ist ein Erfolg: Im Frühjahr lancierte der Verein mit Laufenburg Tourismus und dem Jurapark Aargau die „Trotti-Tours“. Schon während der ersten Saison waren die geführten Touren für Familien, Firmen und Vereine beliebt. „Trotz der Pandemie wurden zwischen Juni und Oktober über 20 Touren gebucht“, sagt Erdin. Nach zehn Jahren sei der Turm „in einem einwandfreien Zustand. „Die Tragkonstruktion weist bis heute keinerlei Schäden auf. Einzig die Lamellen, die den Turm umhüllen, müssten „gelegentlich“ erneuert werden. „Damit haben wir aber gerechnet. Wir prüfen aktuell zusammen mit Holzfachleuten, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist“, so Erdin. Da der Verein in den ersten Jahren kaum Unterhaltsaufwand hatte, konnte er Rückstellungen bilden. „Allerdings gehe ich davon aus, dass es nicht ganz ohne Drittmittel gehen wird. Ich bin aber überzeugt, dass uns die Finanzierung auch eines etwas größeren Unterhaltes gelingen wird. Der Turm genießt rundum sehr viel Sympathie“, so Erdin.