Die Corona-Pandemie hat das Land Peru ganz schlimm erwischt, die Lebensbedingungen werden immer prekärer, Viele Menschen haben Hunger und keine Möglichkeit, sich Nahrung zu besorgen.

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Der Perukreis der Pfarrgemeinde Heilig Geist hat 4400 Euro an die Partnergemeinde Nuestra Senora del Patrocinio in Huánuco in den Anden überwiesen, um die größte Not zu lindern. Auch an die Suppenküchen Tablada in Lima flossen 1600 Euro. Dies war möglich, weil der Spendenaufruf vor sechs Wochen auf offene Herzen stieß.

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Die Vorsitzende des Perukreises, Claudia Weber-Wagner, dankt den Spendern auch im Namen der Bedürftigen in dem von Covid-19 schwer heimgesuchten Land. Sie bittet gleichzeitig um weitere Unterstützung, denn die Auswirkungen des Coronavirus werden immer stärker spürbar, „verursacht viele Tote, Leiden und Tränen in Peru„, wie Gemeindepfarrer Padre Terry in einem Hilferuf schreibt.

Arbeitslosigkeit verstärkt die Not

Durch die Ausgangssperre dürfen viele Menschen nicht zur Arbeit gehen, können somit auch ihren täglichen Bedarf nicht decken, weil sie kein Geld mehr verdienen. Viele sind darauf angewiesen, aus ihren Häusern auf die Straße zu gehen, auf der Suche nach einem kleinen Verdienst durch den Straßenhandel, um etwas zu Essen mit nach Hause nehmen zu können.

Die Menschen kommen vom Land in die Stadt und bringen ihre landwirtschaftlichen Produkte mit, um sie zu verkaufen und sich so mit anderen Lebensmitteln versorgen zu können, schildert Padre Terry die verzweifelte Situation. Aber dies ist gefährlich, weil die Einhaltung der Quarantäne vom Militär kontrolliert und mit drastischen Maßnahmen reagiert wird.

Laut Padre Terry gehört Peru weltweit zu den am stärksten von der Pandemie getroffenen Ländern. „Covid-19 richtet so viel Schaden an, es ist schwer, den Schmerz und das Entsetzen zu sehen, wie unsere Brüder und Schwestern an der Krankheit oder vor Hunger sterben. Wir werden noch länger zu leiden haben, weil es der Regierung bisher nicht gelungen ist, die Zahl der Infizierten und Gestorbenen zu reduzieren bzw. zu verlangsamen.“

Vielen fehlt es bereits am Allernötigsten

Ohne die Hilfe aus Laufenburg wäre die Hungersnot noch viel schlimmer, verbindet Padre Terry Dank und weitere Bitten um Unterstützung miteinander. Mit dem Geld konnten wichtige Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Hafer, Gemüseeintopf, Milch, Zucker, Salz, Öl und ähnliches gekauft und verteilt werden.

Alte Menschen haben die Hilfe besonders nötig.
Alte Menschen haben die Hilfe besonders nötig. | Bild: privat

Vorzugsweise an die ganz bedürftigen Familien mit Kindern, die Ärmsten und auch alten Menschen. In einigen Dörfern gebe es Familien, denen es am Allernötigsten fehle, um ihren Kindern was zu Essen zu geben. Hier versuche die Gemeinde auch, gemeinsames Kochen zu organisieren.

Auch Schwester Beatriz, die für die verlässliche Verwendung der Gelder für die Familienküche in Lima bürgt, schreibt, dass es ohne die Hilfe aus Laufenburg in Tablada noch schlimmer wäre. Die Schwestern hätten mit der Spende Lebensmittelpakete gepackt, die den Familien jeweils für eine Woche das Überleben sichern. Das Geld werde entsprechend den dringendsten Bedürfnissen verwendet.